Gute Überlebenschancen für das Gartenhallenbad

Derzeit deutet vieles darauf hin, dass der Spaß im Gartenhallenbad weitergehen kann.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Wir sind immer noch optimistisch. Es kristallisiert sich einiges heraus“, sagt Hans Wehr so nüchtern, dass man glauben könnte, die Bemühungen um den Erhalt des Gartenhallenbades stünden noch ziemlich am Anfang.

Dabei sind sie ganz offensichtlich schon so weit fortgeschritten, dass man mittlerweile davon ausgehen wird, dass der Betrieb der Einrichtung praktisch nahtlos von der Gemeinde auf eine neue Gesellschaft übergehen wird. Am vergangenen Sonntag haben sich mehrere Mitglieder des mittlerweile rund 50 Mitglieder zählenden Kreises, der sich die Rettung des Gartenhallenbades auf die Fahnen geschrieben hat, mit Vertretern anderer freier Träger von Schwimmbädern getroffen und Erfahrungen ausgetauscht.

Einen Tag später haben mehrere Arbeitsgruppen getagt, um die Übernahme des Nachrodter Bades voranzutreiben. „Es sieht so aus, als könnten wir das Gartenhallenbad retten“, lehnte sich Wehr anschließend ziemlich weit aus dem Fenster. Angst, dabei herauszufallen, muss er offensichtlich nicht haben, denn die Aktiven haben bereits ziemlich viel und augenscheinlich auch ziemlich gute Arbeit geleistet. So haben sie erste Businesspläne entworfen, die notwendig sind, damit der neue Betreiber kein finanzielles Fiasko erlebt. Ein Plan für das Kassensystem ist sogar schon fertig, ebenso die Planungen für notwendige Umbauten. „Wir sind schon ganz schön weit“, hat deswegen auch Hans Wehr erkannt.

Info-Stand

Der Förderverein des Gartenhallenbades richtet am Samstag auf dem Parkplatzes des Edeka-Marktes einen Info-Stand ein. Zwischen 11 und 17 Uhr werden sie dort Glühwein und Waffeln anbieten und über den Stand der Dinge informieren. „Wir versuchen weiterhin, aus dem Gartenhallenbad ein Bürgerbad zu machen und werden an diesem Tag interessierten Bürgern Informationen zum Fortschritt geben“, sagt Sabine Karisch, 2. Vorsitzende des Fördervereins.

Neue Betreiber des

Gartenhallenbades soll nach Wehrs Worten wohl eine gemeinnützige GmbH werden, die auf dem Förderverein des Schwimmbades fußen soll. Allerdings wird der Förderverein nicht selbst als Betreiber auftreten. Wie das im Einzelnen funktionieren soll, will der Vorstand des Fördervereins in einer Sitzung am Donnerstagabend (24. Januar) besprechen.

Die Wiedereröffnung des Gartenhallenbades, das die Gemeinde nach einem Ratsbeschluss aus dem Dezember am 31. März schließen wird, soll nach den Vorstellung der Schwimmbad-Retter wohl schon im April erfolgen. Ihr Zeitplan sieht vor, dass die noch offenen Fragen bis zur Ratssitzung am 18. März geklärt sind. Dann könnte der Gemeinderat den Beschluss fassen, der erforderlich ist, um den Betrieb des Bades durch die neue Gesellschaft zu ermöglichen. Daran würde sich eine kurze Umbau- und Reinigungsphase anschließen, ehe die neue Betreibergesellschaft schließlich die Türen wieder öffnen würde. ▪ Volker Griese

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