Wertschätzung für die Feuerwehr

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Gemeindebrandmeister Michael Kling, Gerd Schröder (SPD), Jens-Philipp Olschewski (CDU), Mark Wille, Bürgermeisterin Birgit Tupat, Jens Klatt, Sascha Panne und Petra Triches (UWG) haben im „Arbeitskreis Feuerwehr“ ein Programm zur Förderung des Feuerwehr-Ehrenamtes ins Leben gerufen.

Nachrodt-Wiblingwerde -  „Es ist ein Quantensprung“, sagt Michael Kling. „Es ist ein Anfang“, schmunzelt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Monatelang hatte sich ein Team auf den Weg gemacht, um ein Programm zur Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit der freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen auszuarbeiten. Mit großem Erfolg.

Zehn Prozent Vergünstigung in der Gärtnerei Knop, im Hagebaumarkt und bei Optik Bernd, ein Gutschein von „best carwash“, Rabatt in der Parfümerie Pieper und eine kostenlose Mastercard für ein Jahr von der Sparkasse im Märkischen Kreis: Das – und noch einige Dinge mehr – bekommen nun alle 70 Feuerwehrmänner und - frauen aus Nachrodt-Wiblingwerde. Und damit sie auch als solche zu erkennen sind, gibt es einen nagelneuen, höchst-selbst entwickelten Dienstausweis.

40 Unternehmen hatte Bürgermeisterin Birgit Tupat angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Nicht wirklich alle haben sich zurückgemeldet. Und doch bedanken sich Gerd Schröder (SPD), Petra Triches (UWG), Jens-Philipp Olschewski (CDU), Jens Klatt, Sascha Panne, Birgit Tupat, Mark Wille und Michael Kling aus dem „Arbeitskreis Feuerwehr“ sehr für die Anerkennung für das Feuerwehr-Ehrenamt. „Wir hoffen natürlich, dass noch andere Firmen hinzukommen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

 Zu keiner Zeit ging es um Geld. „Es war ein gutes Miteinander im Arbeitskreis“, freut sich Gemeindebrandmeister Michael Kling. „Die Feuerwehr hat nicht mit den Füßen gestampft und gesagt: Ich will, ich will, ich will. Wir wollten keine Erhöhung der Aufwandsentschädigungen, keine 2,50 Euro pro Einsatz. Aber alle waren sich einig, dass im Bereich der Anerkennung, besonders für die Einsatzkräfte, die die Arbeit machen, doch noch Luft nach oben ist“, so Kling. Zufrieden äußerten sich auch die Kommunalpolitiker – war es doch die SPD, die etwa vor einem Jahr das Thema angestoßen hatte.

Übrigens: Neben den kleinen, aber feinen Vergünstigungen gibt es zudem nun auch die Ehrenamtskarte, die NRW-weit gilt, für die Feuerwehrleute der Doppelgemeinde. Jens Klatt und Sascha Panne waren jetzt die ersten, die die Ehrenamtskarte in Empfang nehmen konnten. Alle anderen werden folgen.

Und: Für 500 Euro – die nun vom Innenministerium gefördert werden – wurden auch Banner gedruckt. „Wir brennen für den Einsatz, alles andere können wir löschen“, heißt es da sehr amüsant. Die Werbekampagne der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen soll natürlich auch in Nachrodt-Wiblingwerde für die Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr werben.

Feuerwehr, Verwaltung und Politik wollen übrigens auch weiterhin miteinander in die Zukunft schauen. „Auch die Brandsicherheitswachen werden sicher noch einmal Thema sein“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat und meint eine Erhöhung der Pauschale, wenn beispielsweise in der Lennehalle eine Veranstaltung stattfindet und die Feuerwehr mehrere Stunden im Einsatz ist. „Wir nehmen 100 Euro pauschal für die Brandwache. Aber früher war es normal, dass bei einer Feier die Feuerwehr mitverköstigt wurde. Das ist nicht mehr üblich. Und dann muss der Pizzaservice kommen. Aber es kann ja nicht sein, dass während des Einsatzes das Essen noch selbst bezahlt werden muss.“ Im Gespräch ist zudem eine Art Rentenversicherung für Feuerwehrleute. „Aber das ist natürlich eine Kostenfrage.“

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