Anleger bringen ihr Geld in Sicherheit

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Volksbank Hohenlimburg, die auch eine Zweigstelle in Wiblingwerde betreibt, hat jetzt die Bilanz des vergangenen Jahres gezogen. Die Bank, die seit dem 1. Juni unter der Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden, Klaus-Martin Kesper steht, konnte an die guten Vorjahresergebnisse anknüpfen.

Die Philosophie des Hauses mit Kundennähe, Solidität und Kostenbewusstsein, die gut aufgestellte Bank kontinuierlich weiter zu entwickeln, werde auch zukünftig gepflegt und gehöre wie selbstverständlich zu den wichtigsten Maximen, betonte die Volksbank.

Die Konjunktur habe im vergangenen Jahr zumindest bis auf das vierte Quartal erheblich dazu beigetragen, eine schnelle Erholung aus der Weltwirtschaftskrise zu schaffen. Dies zeigten die Bilanzen und auch die aktuellen Angaben der Unternehmen und Kunden, mit denen die Volksbank zusammenarbeitet. Aber die Bank geht auch davon aus, dass die Staatsschuldenkrise und „eine aus falsch verstandenen Wachstumswahn fehlgeleitete internationale Finanzindustrie“ noch einige Jahre andauern werden. Die Aufwendungen zur Sanierung seien noch nicht in vollem Umfang erkennbar. Zudem zeigten die Sanierungsbanken bisher wenig Neigung umzuschwenken, sondern rieben sich mit wettbewerbsverzerrenden Angeboten auf und lenkten von den eigentlichen Problemen ab.

Getragen werde das Ergebnis der Volksbank von den Kunden aus Hohenlimburg und Umgebung sowie von den zwei Säulen der Geschäftspolitik, dem Kreditgeschäft und der Vermögensanlageberatung. So konnte die Bank ihrer Kundschaft neue Kredite in Höhe von 43,1 Millionen Euro gewähren, davon entfielen 28,5 Millionen Euro auf gewerbliche Kredite und 14,6 Millionen Euro auf Privatkundenkredite, die zum überwiegenden Teil aus Baufinanzierungskrediten bestanden. 164 private Kunden haben die Volksbank Hohenlimburg mit der Gewährung von Baufinanzierungskrediten beauftragt, im wesentlichen seien das Ablösungen bei Fremdinstituten nach Beendigung von Zinsbindungszeiten, so das Geldinstitut. Neubaufinanzierungen seien aufgrund mangelnden Angebotes weniger nachgefragt worden.

Gleichzeitig konnte die Volksbank das Wachstum der Kundeneinlagen um 10 Millionen Euro vorantreiben. Insgesamt hat uns die Bevölkerung der Bank 288 Millionen an Einlagen anvertraut. Aufgrund der Unsicherheit an den Finanzmärkten fokussierte sich die Anlagepolitik nach Angaben der Bank auf den Aspekt der Risikominimierung durch Diversifikation. Anlageziel war es, durch die Beimischung attraktiver Anlageklassen wie Fremdwährungsanleihen und Gold die Kundendepots vor extremen Wertschwankungen in turbulenten Zeiten zu schützen.

Die Bilanzsumme der Bank stieg im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 359 Millionen Euro. Das erwirtschaftete Ergebnis nach Bewertung der Risiken bezeichnete die Bank als „mehr als zufriedenstellend“ und soll zur Stärkung der Rücklagen und Reserven sowie einer Dividendenzahlung in Höhe von 5,5 Prozent genutzt.

Die Kriterien der neuen Bankenrichtlinie „Basel III“, die schrittweise bis zum Jahr 2019 eingeführt wird, erfüllt die Volksbank Hohenlimburg nach eigenen Angaben bereits heute. Ihre Prämisse – „Qualität vor Quantität“ in allen Geschäftsfeldern – wolle sie auch in Zukunft nicht ändern, teilte sie mit. Der Bankvorstand ist überzeugt, dass das Geschäftsmodell stimmt: Kundennähe zu leben, in der Fläche vertreten und den Kunden ein verlässlicher Partner zu sein, die Kosten im Griff zu behalten und auf die mannschaftliche Geschlossenheit zu setzen. Ihre Mannschaft hat die Volksbank Hohenlimburg übrigens verstärkt. Seit dem Beginn des neuen Jahres gehört Verena Holzrichter dazu; sie wird sich unter anderem um die Filiale in Wiblingwerde sowie um das Privatkundengeschäft kümmern.

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