Mit „Anja“ und „Oli“ sicher unterwegs

Polizeihund Felix ist auch vor der Schule auf der Hut.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Manche der kleinen Zuschauer werden die beiden Akteure schon aus dem Kindergarten kennen; dann nennen sie sie beim Vornamen - „Anja“ und „Oli“. Anja Schmidt und Oliver Meyer sind Verkehrssicherheitsberater der Polizei und haben die Koffer für einen Besuch in Wiblingwerde schon gepackt.

Sie geben am 28. Januar als Puppenspieler der Polizei eine Sondervorstellung für die ersten Klassen der Grundschule an der Nachrodter Straße. Dabei wird die Schule kurzerhand zum Theatersaal gemacht.

Die Schülerinnen und Schüler werden sich auf den „Verkehrskasper“ schon ordentlich freuen. Als „Puppentheater der Polizei im Märkischen Kreis“ betreuen Polizeikommissarin Anja Schmidt und Polizeioberkommissar Oliver Meyer viele Kindergärten und Grundschulen im Kreisgebiet.

Sofort soll spürbar werden, dass Schmidt und Meyer bei ihrer Tätigkeit mit viel Spaß bei der Sache sind. Sie widmeten sich an den Grundschulen ausschließlich den ersten Klassen. Wichtigestes Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die Jungen und Mädchen in guter Erinnerung behalten, was sie im Rahmen der Verkehrserziehung schon im Kindergarten erlernt haben.

Wie verhält man sich an einer Ampel richtig, was ist zu beachten, wenn man eine Straße überqueren möchte? Fragen, deren Auffrischung sicher nichts schaden kann. Dabei hilft zum Beispiel das Lied „Stop - schau - geh“ nach der Melodie „Grün sind alle meine Kleider“. Den Text haben Anja Schmidt und Oliver Meier übrigens im Oktober 2009 gemeinsam verfasst.

Anschließend haben es die Jungen und Mädchen aber auch mit Polizeihund Felix zu tun, der bisweilen die Geduld von Anja Schmidt arg strapaziert. Da jagt er zum Beispiel plötzlich einer Katze hinterher, statt wachsam zu sein, als „Alfred“ zuschlägt - ein Dieb, der sich mit einer Kiste Milchflaschen davonmacht.

Letztlich aber liegt Felix dann wieder goldrichtig, denn in Sachen „Verhalten im Straßenverkehr“ kennt der freundliche Vierbeiner alle notwendigen Verhaltensregeln.

„Wir möchten, dass die Kinder auch durch unser Spiel verinnerlichen, wie sie sich im Straßenverkehr zu verhalten haben“, erzählt Oliver Meyer. „Es ist ganz wichtig, dass bereits kleine Kinder lernen, dass sie sich in Notsituationen an Polizeibeamte wenden können. Deshalb läuft alles bei uns ziemlich locker ab und sie dürfen uns auch duzen“, so Anja Meyer. Allgemein kämpfen die Verkehrssicherheitsberater aber auch mit Vorurteilen, die manche Eltern verstärken: Manchen Kindern werde ja tatsächlich erzählt, dass die Polizei sie abholt, falls sie „nicht lieb“ sind oder ihr Zimmer nicht aufräumen. Und so ist es den beiden Akteuren, die ihre berufliche Basis in Letmathe haben, auch in Wiblingwerde wichtig, den Kindern zu zeigen, wie sie Situationen im Verkehr meistern. ▪ tk

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare