Auf vier Standbeinen vom Hobby zum Beruf

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Andrea Springers Kinderbuch-Erstlingswerk: Die Geschichte vom kleinen blauen Wal Bruno.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ideen muss man haben. Das sagte sich auch Andrea Springer aus Wiblingwerde – und sie hatte eine, mit der sie ihr Hobby zum Beruf machen konnte.

Gleich vier Standbeine schuf sich Andrea Springer, wobei Malerei und Illustration im Vordergrund stehen. Optional bietet sie aber auch Wandmalerei und Fotografie an. Malen hat immer schon ihr Leben bestimmt. „Als ich gerade sitzen konnte, habe ich schon gezeichnet“, sagt die Künstlerin. „Naja, mehr noch so Strichmännchen“, ergänzt sie lachen. Heute malt sie gegenständlich. Und zwar so ziemlich alles, was ihr vor den Pinsel kommt. Da findet man fantastische Sonnenauf- oder Untergänge, Tolle Landschaften. Allerdings auch Leuchttürme, die irgendwie verlassen in rauer See wirken. Oder Häuser. Für eine Auftraggeberin malte sie deren Geburtshaus. Das Gebäude selbst war zu diesem Zeitpunkt schon längst abgerissen und es existierte lediglich noch ein Schwarz-Weiß-Foto. Springer besprach die Farbgebung mit ihrer Auftraggeberin und malte das Haus dann von dem Foto ab. Dieses Ölgemälde war so gut gelungen, dass das darauf abgebildete Gebäude dem früheren Original in nichts nachstand.

Mittlerweile erhält die Wiblingwerderin zahlreiche Auftragsarbeiten. Sie arbeitet mit Acryl, Öl und auch Tusche sowie Aquarellfarben. Oftmals sind es liebe Erinnerungen ihrer Auftraggeber, die sie wunschgemäß auf die Leinwand überträgt.

Doch ihre neueste Ambition sind Kinderbücher. Die Idee hierzu hatte Ehemann Maic. Die Künstlerin verfasst die Texte und die Illustrationen. Ihr Erstlingswerk befasst sich mit den Abenteuern von Bruno, dem kleinen blauen Wal. Der ist nun ein wenig übermütig. Als er daher auf dem Meeresboden einen Stöpsel entdeckt, zieht er ihn neugierig heraus und muss dann erschrocken feststellen, dass das Meer ausläuft. Doch seine Freunde, die Koralle und die Krabbe, sowie ein wohlgesonnener Fischer, der den Stöpsel wieder einsetzt, helfen ihm. Hinzu kommt auch noch die Sonne, die ihre Freundin, die Wolke, dazu veranlasst, richtig viel Regen abzulassen. Und siehe da, das Meer ist plötzlich wieder voller Wasser. Die Geschichte wird dominiert Andrea Springers Bildern, die den gesamten Inhalt auch ohne Worte erzählen. Gerne würde sie das Werk auch veröffentlichen, sucht jedoch noch einen Verleger.

In ihrem Angebot befinden sich auch Grußkarten. Die fertigt sie aus Fotografien ihrer eigenen Motive, die sie sich vornehmlich in der Natur sucht. Auch Hauskater „Micki“ muss da schon mal mitmachen. Sie bietet diese Karten auf Märkten, unter anderem in der Adventszeit an. „Die sind unheimlich stark nachgefragt“, sagt Andrea Springer.

Außer Malerei und Illustration, die sie auch gewerblich betreibt, hat Springer jedoch auch noch weitere Hobbys, zum Beispiel Lesen. „Am liebsten Krimis“, sagt die Künstlerin. Und dann ist da natürlich noch – eigentlich sogar in erster Linie – der Aufenthalt in der Natur. Das inspiriert sie und schafft immer wieder neue Motive. Selbst den allgemein gefürchteten und berüchtigten Wiblingwerder Nebel liebt sie. Und wenn dann noch ein bisschen blauer Himmel durch die Schwaden schimmert, ist das schon fast eine Offenbarung. Für die meisten Wiblingwerder zwar eher ein Alptraum, aber für Andrea Springer eben nicht. Schon fast philosophierend schmunzelt sie: „Es muss doch nicht immer schön sein, um schön zu sein.“

Wer Interesse an Andrea Springers Arbeiten hat, kann sich zum einen telefonisch mit ihr unter der Rufnummer 0 23 52 / 70 29 016 in Verbindung setzen. Außerdem betreibt sie eine Internetseite.

http://www.wirbelwand.de. ORTSMARKE ▪

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