Gemeindehaus bietet Menschen eine Heimat

Tradition und Moderne: Der Anbau bildet einen deutlichen Kontrast zu Kirche und Pfarramt. Foto: Krumm

Nachrodt-Wiblingwerde - Vor zwei Jahren begannen die Planungen, vor einem Jahr die Bauarbeiten, Sonntag war die Einweihung: Rund 100 Gäste kamen ins neue Gemeindehaus neben der evangelischen Kirche in Nachrodt, um den Beginn einer neuen Ära in der Gemeindearbeit zu feiern.

Von Thomas Krumm

Da der große Saal Platz für gut 60 Menschen bietet, war er für diesen Anlass zu klein, viele Gäste mussten stehen. Aber alle waren sich einig, dass es solche Ereignisse in Zukunft nur selten geben werde. Für die bestehenden Gemeindegruppen ist ausreichend Raum vorhanden, und zudem kann man anbauen: Viele Gäste nutzten nach der offiziellen Eröffnung die Zelte im Außenbereich des Gemeindehauses, und so war für alle gesorgt.

Im offiziellen Teil übergab Architekt Jürgen Busse den Hausschlüssel unter den Augen der vielen Zeugen an Kirchbaumeister Jochen Demmer. „Der Kirchengemeinde ist es gelungen, mit erheblicher Eigenleistung einen wunderschönen Gemeindesaal zu errichten, wo sich Menschen heimisch und geborgen fühlen können“, freute sich Bürgermeisterin Birgit Tupat mit Pfarrer Wolfgang Kube und der Gemeinde.

Sie überbrachte zudem „die besonderen Grüße von Rat und Verwaltung“ und verband ihre guten Wünsche mit einem Blick in die Zukunft: „Dieser Saal bietet eine gute Gelegenheit für Gemeinschaft miteinander und untereinander – mit Kirchenleuten und auch kirchenfernen Menschen. Möge diese Investition eine Investition nicht nur in die Zukunft des Gebäudes, sondern auch in die Zukunft der Menschen und ihrer Gemeinde darstellen.“

Der Iserlohner Architekt Jürgen Busse lieferte die Daten zu dem neuen Anbau: Das neue Gemeindehaus hat eine Gesamtfläche von 200 Quadratmetern, 76 davon entfallen auf den großen Saal. Die große Küche trug schon gestern dazu bei, das Gemeindeleben auch in ganz irdischer Hinsicht angenehm zu machen.

Im Übergang zum historischen Gebäude mit dem Gemeindebüro entstand ein neuer Toilettenbereich. Die Heizung wurde komplett erneuert und mit einer Kraft-Wärme-Koppelung versehen. Eine einzige Anlage beheizt nun Kirche, Gemeindebüro-Gebäude und das neue Gemeindehaus.

Der Neubau wurde als Holzrahmenbau errichtet und erreicht Niedrigenergiestandard. Die Kosten in Höhe von etwa 300000 Euro wurden vor allem durch den Verkauf des alten Gemeindehauses an der Schillerstraße aufgebracht. Es war für die Gemeindearbeit zu groß und in der Unterhaltung zu teuer geworden.

Während der Bauzeit trafen sich die Gemeindegruppen im katholischen Vereinshaus und im Gemeindesaal der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde – beiden wurde gestern Dank gesagt für die Gastfreundschaft, die sie den evangelischen Christen gewährten.

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