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Amtshaus: So läuft der Umzug ins Containerdorf

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Amtshaus auf Zeit: das Containerdorf auf dem Märkischen Platz.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Umzug läuft auf Hochtouren: Zwei Abteilungen ziehen derzeit vom Amtshaus in die umstrittenen Container. Und das bei laufendem Betrieb.

Im Amtshaus und auf dem Märkischen Platz war am Donnerstag schwer was los. Im laufenden Betrieb sind zwei Fachbereiche der Verwaltung aus dem Amtshaus aus und im kompakten Containerdorf gegenüber eingezogen. Das gefällt übrigens nicht jedem: Für die Containerlösung hagelte es im Netz Kritik.

„Bis gestern haben wir noch im Amtshaus gearbeitet“, berichtet Dirk Röding, Leiter des Fachbereiches 3, zuständig unter anderem für Bauen und die Liegenschaften der Gemeinde. Wegen der starken Regenfälle am Mittwoch hatte sich der Umzug etwas verzögert. Gestern jedoch wurde aber geklotzt und nicht gekleckert. 

Im Dachgeschoss des Amtshauses war ein Fenster und ein Stück Wand herausgenommen worden, um einen Lastenaufzug mühelos beladen zu können. Helfer eines Umzugsunternehmens trugen dann Karton für Karton über den Märkischen Platz an seinen neuen Standort. „Das sind bestimmt 200 Kartons“, schätzt Dirk Röding.

 „Eingepackt haben wir alles selber.“ Das sei auch aus Datenschutzgründen geschehen. Das Umzugsunternehmen hat sich darauf eingestellt, recht flott zu arbeiten. „Heute Nachmittag machen wir das Loch wieder zu“, sagte Dirk Röding am Donnerstagmorgen. Ein Wasseranschluss musste im Vorfeld her, und natürlich Strom. Dazu musste auf Teilen des Märkischen Platzes das Pflaster aufgemacht werden. 

Als recht kniffelig erwies es sich dann, die Telefonanlage und die Computer-Infrastruktur für alle Arbeitsplätze in Betrieb zu nehmen. Den Umzug müssen die Fachbereiche 3 und 1 stemmen, also die Bauabteilung sowie Kämmerei und Kasse. Insgesamt 17 Arbeitsplätze werden ausgelagert. 

Wie lange die externe Amtsverwaltung an dem Ausweichstandort bleiben muss, ist noch nicht endgültig klar. Dirk Röding rechnet aber mit etwa zwei Jahren. 

Die Untersuchungen im Amtshaus beginnen bald.

Auslöser des Umzugs sind statische Probleme im Amtshaus. Zunächst einmal muss nun geklärt werden, wo die Ursache liegt. Dazu müssen Böden und Decken geöffnet werden. In der übernächsten Woche soll mit den entsprechenden Untersuchungen begonnen werden. Dann muss auf politischer Ebene entschieden werden, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen. 

Eine Komplettsanierung kommt in Frage, eine Teilsanierung sowie auch ein Anbau. Im viel zitierten „Worst Case Scenario“ käme sogar ein Abriss des historischen Gebäudes in Betracht. Es steht unter Denkmalschutz und spielt für das Stadtbild eine wichtige Rolle. 

Zunächst einmal wird nun also in Containern gearbeitet – Seecontainer übrigens. Davonsind 22 Stück auf dem Märkischen Platz aufgebaut worden, je elf in zwei Reihen übereinander. Das ging zügig und war innerhalb eines Tages erledigt. 

Eine Gegenrechnung zwischen Mietkosten und Kauf der Container habe ergeben, dass der Kauf die Gemeinde preiswerter zu stehen kam. 106 000 Euro hat die Gemeinde dafür in die Hand genommen. Wenn die Container einmal nicht mehr benötigt werden, dann könne man sie auf dem freien Markt auch wieder verkaufen.

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