Amtshaus-Anbau: Pläne müssen nochmal überarbeitet werden

So sehen die Pläne für den Amtshaus-Anbau in Nachrodt aus.
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So sehen die Pläne für den Amtshaus-Anbau in Nachrodt aus.

Aller guten Dinge sind drei: Die Pläne für den Anbau des Amtshauses in Nachrodt müssen nochmal geändert werden. CDU und SPD wollen eigene Fraktionsräume haben.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Architekten Torsten Heumann und Peter Quittmann werden noch einmal die Planungen für das Amtshaus und den neuen Anbau überarbeiten. Der Grund: SPD und CDU wünschen sich Fraktionszimmer im neuen Komplex. Und weil alle Fraktionen gleich behandelt werden sollen und müssen, sind drei Zimmer, eines auch für die UWG, auf der Liste. Eine interessante Diskussion entwickelte sich darüber während der Sitzung des Rates.

Die gute Nachricht zuerst: „Wie sind immer davon ausgegangen, dass wir städtebauliche Mittel für den Bereich des Bürgersaals bekommen könnten. Die Bezirksregierung hat aber in Aussicht gestellt, dass eine 70-prozentige Förderung des Gesamtkomplexes möglich ist. Das ist nach heutigem Stand eine Summe von 4,7 Millionen Euro“, verkündete Bürgermeisterin Birgit Tupat. Allerdings: Auch wenn es Denkmalschutz-Mittel gibt, bleiben noch etwa zwei Millionen Euro, die es zu stemmen gilt.

Wünsche: Teeküche und Fraktionsräume

Vor diesem Hintergrund präsentierten die Architekten den aktuellen Sachstand für die Sanierung des denkmalgeschützten Amtshauses und den dahinterliegenden Neu-Anbau auf einer großen Leinwand. Es sind veränderte Pläne, denn die SPD hatte einen Antrag für eine Vergrößerung des Bürgersaals zu Lasten des Foyers, eine Teeküche und eine eigene Toilettenanlage für den Bürgersaal, einen Stuhllagerraum und einen Antrag für zwei Fraktionsräume gestellt. Teeküche und Fraktionsräume wurden von der CDU unterstützt.

Der Entwurf sieht einen Neubau als Anbau auf der Rückseite des Gebäudes vor. „Der Hauptblickfang sollte das bestehende, denkmalgeschützte Gebäude bleiben. Der Anbau sollte sich demgegenüber zurücknehmen“, so Torsten Heumann. Im Amtshaus gibt es eine Nutzfläche von 240 Quadratmetern. 900 Quadratmeter werden benötigt, sodass „der Rest“ im Anbau untergebracht werden muss.

Amtshaus Nachrodt: Mehr Keller, mehr Kosten

Fraktionsräume sind noch nicht berücksichtigt, „da wir zunächst einmal davon ausgegangen sind, dass es ausreichend Besprechungsräume gibt, die zu jeder Zeit genutzt werden können“, so die Bürgermeisterin. Es bestehe aber die Möglichkeit, die jetzt geplante Teil-Unterkellerung des Anbaus zu erweitern. Das würde – noch nicht bezifferte – Mehrkosten bedeuten. Wie groß die Räume sein müssten, sollen die Fraktionen nun mitteilen.

„Wir brauchen die Fraktionszimmer nicht“, so UWG-Sprecherin Petra Triches, während Ronny Sachse (SPD) zwei Räume für sinnvoll hält, die man sich dann auch teilen könnte. „Es geht nicht darum, dass zwei Fraktionen einen Raum bekommen und die dritte in die Röhre schaut.“ Man schaue nicht nur fünf Jahre in die Zukunft, sondern mindestens 50. „Ich fände es schade, wenn wir die Möglichkeiten jetzt nicht nutzen würden“, plädierte Ronny Sachse für weitere Räume.

Amtshaus Nachrodt: „Brauchen es nur trocken“

Tatsächlich sind die Möglichkeiten für Zusammenkünfte in der Gemeinde arg begrenzt – seit dem Ende der Rastatt erst recht. Michael Schlieck (CDU) könnte sich auch vorstellen, in den alten Kellerräumen des Amtshaus zu tagen. „Wir brauchen es nur trocken, einen Stuhl und einen Tisch“, witzelte der Christdemokrat.

Allerdings ist besagter Keller aufgrund seiner Schimmelproblematik seit drei Jahren „abgehakt“. Die Feuchtigkeit könne man nie ganz beseitigen, erklärte Torsten Heumann. „Zu was sind die Kellerräume noch nutzbar?“, fragte Christian Pohlmann (SPD) – und bekam die nüchterne Antwort: nur zu Lagerzwecken, wobei kein organisches Material dort untergebracht werden kann.

Eine vollständige Unterkellerung des Neubaus oder eine Erweiterung des kompletten Baukörpers Richtung Märkischer Platz sind jetzt Varianten, die untersucht werden sollen.

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