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Neue Stromleitung: Post für die Anwohner

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Amprion-Baustelle: Das Bild ist etwa 500 Meter von der Einmündung der Straße nach Großendrescheid – in Richtung Wiblingwerde – entstanden.
Amprion-Baustelle: Das Bild ist etwa 500 Meter von der Einmündung der Straße nach Großendrescheid – in Richtung Wiblingwerde – entstanden. © Krumm, Thomas

„Amprion ist ja schon richtig fleißig. Wenn man über die Höhen fährt – da gibt es schon einige lohnenswerte Motive“, schreibt Roman-Alexander Becker der Redaktion und ist nicht der Einzige, der den Baufortschritt spannend findet.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Netzbetreiber erneuert eine Starkstromleitung auf insgesamt 126 Kilometern zwischen Dortmund-Kruckel und Dauersberg in Rheinland-Pfalz. Der 36 Kilometer lange Abschnitt B führt auch durch den Märkischen Kreis – acht Kilometer liegen auf Nachrodt-Wiblingwerder Gebiet. Von Deierte bis zum Sassenscheid wird zunächst eine der beiden bestehenden, parallel verlaufenden Trassen zurückgebaut und an nahezu gleicher Stelle eine neue Trasse errichtet, die die bisher durch Wiblingwerde verlaufende Leitung mit aufnimmt. Die von Deierte über Wörden durch Wiblingwerde verlaufende Trasse kann damit vollständig entfernt werden. 22 Neubaumaste werden errichtet. Und es gibt die Provisorien, die in der Bauzeit die Stromversorgung sicherstellen. Ein provisorischer Mast kommt in den Garten von Yvonne Hasselbach, der voraussichtlich im Oktober aufgebaut wird (wir berichteten).

Untergrund ist felsig und hart

Vom aktuellen Stand der Bauarbeiten erzählt Mariella Raulf aus der Amprion-Unternehmenskommunikation: „Bisher wurden rund um den Parkplatz Oevenscheid (Neubaumast Nummer 102 - 106) sowohl die Zuwegungen als auch die Arbeitsflächen für die Neubaumaste und Provisorien hergestellt. An diesen Standorten sind wir mit der Herstellung der Mastfundamente beschäftigt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, da der Untergrund felsig und hart ist.“

Anwohneranschreiben

Ab Ende Juli/August soll dann mit den temporären Zuwegungen und Arbeitsflächen für die 110-Kilovolt- und 220-Kilovolt-Provisorien, die zum Teil ebenfalls über das Gebiet der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde im Bereich Veserde verlaufen sollen, begonnen werden. „Die Errichtung des Provisoriums fängt für uns bereits mit der Herstellung der temporären Zuwegung an, essenzielle Voraussetzung dafür sind natürlich, dass wir uns bis dahin privatrechtlich mit dem jeweiligen Grundstückseigentümer geeinigt haben. Die Grundstückseigentümer werden über den Beginn der Arbeiten frühzeitig informiert. Wir planen dazu in dieser Woche im Bereich Veserde Anwohneranschreiben zu versenden, die den Baustellenverkehr in diesem Bereich ankündigen“, so Raulf.

Provisorium für zwei bis drei Jahre

Zudem sollen im Bereich der Wiblingwerder Landstraße – nach Zustimmung der Grundstückseigentümer – temporäre Ausweichbuchten entstehen, um an dieser Stelle einen reibungslosen Verkehr während der Bauphase zu gewährleisten. Für die Umsetzung dieser Arbeiten seien zunächst keine verkehrsrechtlichen Maßnahmen erforderlich. „Fahrten von Rettungsdiensten sowie der Linienverkehr werden sämtliche Straßen in Veserde jederzeit passieren können“, verspricht Raulf. Nach erfolgreicher Einigung mit den Grundstückseigentümern und Herstellung der Zuwegungen gehe es mit der Montage der Unter- und Oberteile des Provisoriums weiter. „Dieser Vorgang dauert etwa ein bis zwei Wochen. Danach wird mit dem Seilzug fortgefahren. Das Provisorium hat eine Standzeit von zwei bis drei Jahren“, so Raulf abschließend.

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