Eine bunte Mischung aus Satire und Comedy

Ein Blick zurück: Im Juni 2005 wurde das Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt 30 Jahre alt. In der Rastatt führte das Ensemble dieVerwechslungskomödie „Eine unvergessliche Nacht“ auf. Foto: Archiv

Nachrodt-Wiblingwerde - Das Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt steckt schon jetzt in den Proben für sein neues Sommerstück, sucht aber auch noch interessierte Mitspieler. Außerdem planen die Laiendarsteller einen Workshop mit einer professionellen Schauspielerin.

Während die traditionelle Märchenaufführung in der Adventszeit in diesem Jahr personalbedingt ausfallen muss, steht die Planung für die nächsten Monate und die Aufführungen im Frühsommer fest. „Es wird Ende April/Anfang Mai 2015 – also gegenüber den Vorjahren zu vorgezogener Jahreszeit – die nächste Komödie geben“, kündigte Regisseur Dr. Michael Podworny an. Gespielt werden soll das Stück „TV Nonstop“ des ostwestfälischen Autors Thorsten Böhner. „Das ist in unterhaltsamer Parcours durch die Abgründe des Genres Fernsehen“, fasst Podworny zusammen, was die Zuschauer erwartet. Livereportage, Gerichtsmedizinthriller, Actionfilme, Liebesschmonzetten, Werbespots werden in dieser Szenenfolge genüsslich durch die Mangel gedreht. Die Rahmenhandlung spielt zwischen einem Paar, das sich nicht einig ist: Sie will fernsehen, er will wieder Schwung in die Beziehung bringen und baut schon einmal das neue Bett auf. Raffinierte Konstruktionen, Tiefsinn, Witz und Tempo garantieren einen unterhaltsamen und kurzweiligen Theaterabend.

Im Gegensatz zu den bisher gespielten Komödien wollte das „Brettken“-Ensemble anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Amateurtheaters einmal etwas anderes spielen. Die Wahl fiel auf eine bunte Mischung aus Satire und Comedy in elf Etappen und zwölf Zwischenspielen rund um das Thema Fernsehen und seinen vielen Facetten. Dabei geht das Ensemble auch der Frage nach, was dieses nicht immer hoch anspruchsvolle Medium eigentlich mit den Zuschauern macht.

„Elf Sequenzen aus allen TV-Sparten fordern uns als Theatergruppe natürlich heraus, und so haben die Proben der ersten Szenen bereits begonnen“, ließ Podworny wissen, dass die Laiendarsteller sich bereits mit Elan in die Arbeit gestürzt haben. Aber auch, wenn die Art der Komödie eine andere ist als in den 39 Jahren zuvor, so bleibt nach Worten des Regisseurs das klassische Problem: „Es fehlen noch Leute, die bei uns mitwirken möchten.“ Eine größere weibliche und gegebenenfalls mehrere kleinere Rollen könnten noch besetzt werden, gewährt Podworny Einblick in seine Personalplanungen und versichert, dass Hemmungen fehl am Platz sind: „Wer Lust am Theaterspielen verspürt, sollte sich entweder ganz einfach an jemandem aus unserem Ensemble wenden, per Telefon oder E-Mail Kontakt aufnehmen - oder zu einem der nächsten Probenabende kommen, die immer montags ab 19.30 Uhr im Haus Hagener Straße 96 in Nachrodt stattfinden“, ermuntert Podworny potenzielle Mitspieler.

Bereits für das Wochenende 29./30. November wird das Amateurtheater in der Nachrodter Grundschule ein zweitägiges praxisorientiertes Theaterseminar durchführen. „Als Leitung des Seminars haben wir mit Johannes Baldur aus Köln einen erfahrenen ausgebildeten Theaterschauspieler und Dozenten gewinnen können“, verrät Michael Podworny. „Damit hätten Neueinsteiger bei uns die einmalige Chance, nicht nur die Gruppe an einem solchen Wochenende kennen zu lernen, sondern schon intensiv auf die Bühnenarbeit als Darsteller vorbereitet zu werden.“

Natürlich ist die Teilnehmerzahl naturgemäß beschränkt. Wer also ernsthaft überlegt, beim „Brettken“ mit auf der Bühne zu stehen und zur Vorbereitung an einem solchen Seminar teilzunehmen, sollte mit seinem Entschluss nicht allzu lange warten. Bei einem Besuch einer der nächsten Theater-proben könnten dann auch alle eventuell noch offenen Fragen geklärt werden, signalisiert Podworny Gesprächsbereitschaft. - Volker Griese

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