Kurschatten-Jagd in rosa Plüschpantoffeln

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Im vergangenen Jahr brachte das Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt die Komödie „Heiße Bräute machen Beute“ auf die Bretter der Rastatt-Bühne, in diesem Sommer dreht sich alles um ein etwas zwielichtiges Wellnesshotel.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Mitgliederinitiative hat zwar nicht ganz den erhofften Erfolg gebracht, aber trotzdem ist das Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt jetzt in die Proben für das Sommerstück eingestiegen. Die Wahl fiel auf ein etwas frivoles Lustspiel aus der Feder der niedersächsischen Autorin Vera Wittrock.

Anfang des Jahres hatte die Theatergruppe aus der Doppelgemeinde die Werbetrommel für ihre Bühnenwirken gerührt und dabei gehofft, neue Mitspieler für die Aufführung der Erwachsenenstücke im Sommer zu finden. „Für die Sommerstücke hat sich daraus aber leider nichts ergeben“, bedauerte Regisseur Dr. Michael Podworny, dass nicht ein einziger Erwachsener Interesse bekundet habe, sich der Laienspielschar anzuschließen. Immerhin hat sich auf einem anderen Weg ein neuer Mitspieler gefunden, so dass die Inszenierung des diesjährigen Sommerstückes gesichert ist. Außerdem haben sich vier Kinder gemeldet, die allerdings erst beim Märchen in der Wintersaison zum Einsatz kommen können.

In diesem Sommer – die genauen Aufführungstermine stehen noch nicht endgültig fest – will das Amateurtheater sein Publikum in ein „etwas zwielichtiges Kurhotel“ entführen, wie Podworny den Schauplatz in der Komödie „Unter Bademänteln“ umschreibt. In dem ganz in Pink gehaltenen Etablissement mit dem vielsagenden Namen „Zum Rosa Rüssel“ wird in rosa Plüschpantoffeln zur Kurschatten-Jagd geblasen. Eigentlich will der prollige Bruno sich hier nur brav erholen, aber als seine misstrauische Ehefrau Gertrud ihm nachspioniert, ist es vorbei mit der Entspannung. Statt Fango-Packungen gibt es Eifersuchtsdramen, im Hotelfoyer dreht sich das Liebeskarussell und der etwa tuntige Hotelchef ist schon bald einem Nervenzusammenbruch nahe. Was hat er sich da nur für absurde Gäste in sein ehrenwertes Haus geholt? Eine Gräfin, die sich doubeln lässt, einen Mafiosi, eine männermordende Trinkerin, ein komplett zerstrittenes Ehepaar und dann wird auch noch ein wertvolles Collier gestohlen. Gut, dass es Kommissar Brutalsky mit dem erotischen Schnurrbart gibt Aber wird er den mysteriösen Hoteldieb tatsächlich entlarven können? Oder versinkt das „Rosa Rüssel“ am Ende vollends im Chaos? Die Besucher der Aufführungen im Saal der Gaststätte Zur Rastatt werden es erfahren.

„Wir wollen unserem Publikum einmal etwas völlig Neues präsentieren“, begründete Dr. Michael Podworny die Wahl dieses etwas schrägen und komischen Eifersuchtsdramas. Fast 50 Stücke habe das Brettken-Team in den vergangenen Wochen gesichtet, doch letztlich habe diese Komödie, in der es die Zuschauer mit einem „Sammelsurium von kauzigen und merkwürdigen Leuten aus allen möglichen Schichten“ zu tun bekommt, am meisten überzeugt. „Es ist kaum möglich, auch nur eine Seite des Textbuches zu lesen, ohne von Lachanfällen geschüttelt zu werden“, deutet Podworny an, dass der turbulente Zweiakter das Publikum 90 Minuten lang gut unterhalten kann. - Volker Griese

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