Afrikanisches Fest rund um das Gartenhallenbad

Der Iserlohner Ulf Heße wird im Rahmen des Afrikafestes im Gartenhallenbad einen Trommelworkshop anbieten. Foto: Keim

Nachrodt-Wiblingwerde - Jahrelang hat das Afrikafest des Altenaer Vereins zur Förderung der Kultur und Wissenschaft in Afrika in Lüdenscheid stattgefunden. In diesem Jahr wird es erstmals in Nachrodt gefeiert: am 31. Mai im und am Gartenhallenbad.

Die Idee dazu hatte Sabine Karisch, Vorsitzende des Gartenhallenbad-Trägervereins und zugleich seit 25 Jahren Schatzmeisterin des Afrika-Vereins. „Ich habe mich gefragt, wie wir beide Vereine einmal zusammenbringen können“, sagte sie. Der gemeinsame Nenner war schnell gefunden: Wasser. „Wir schwimmen hier im Wasser und in Afrika haben die Menschen nicht genug davon“, erklärte Karisch. Das Afrikafest soll dazu beitragen, dass Menschen auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde besser leben können. Deshalb soll es zwischen 14 und 18 Uhr ein buntes Aktions- und Unterhaltungsprogramm geben. „Man kann mit den Aqualaufbällen über die Wasseroberfläche laufen, wir werden aber auch Aquazumba zu afrikanischer Musik anbieten“, nennt Sabine Karisch nur zwei Beispiele. Afrikanische Rhythmen spielen auch in dem Trommelworkshop eine Rolle, den der Iserlohner Ulf Heße durchführen wird. Er wird den Teilnehmern zeigen, wie man Dununba, Sangban oder Kenkeni Töne entlockt. Nicht zuletzt wird es beim Afrikafest auch afrikanisches Essen geben.

Der Eintritt ins Gartenhallenbad ist an diesem Tag frei, allerdings wird für einige Aktionen Geld verlangt. Den Erlös des Festes werden sich der Afrika-Verein und der Förderverein des Gartenhallenbades teilen. Der Afrika-Verein fördert in Kamerun landwirtschaftliche Frauenprojekte, treibt aber auch Schul-und Bildungsprojekte voran. In dem Land in Zentralafrika leben etwa 20 Millionen Einwohnern, davon sind 80 Prozent jünger als 20 Jahre. Kameruns Bevölkerung hat einen enormen Bedarf an Schul- und Ausbildung. Es gibt keine Schulpflicht, viele Eltern können auch das Schulgeld nicht aufbringen, um ihren Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Viele Jugendliche finden deshalb auch keine Arbeit. Der Afrika-Verein hat sich vorgenommen, in Baigom im Westen Kameruns ein Bildungs- und Gemeinschaftszentrum aufzubauen. Hier ist bereits eine Schneiderwerkstatt entstanden, außerdem gibt es schon einen Gemeinschaftsraum für Feiern und Zusammenkünfte der evangelischen Kirchengemeinde. Darüber hinaus beherbergt ein neu errichtetes Gebäude ein Lehrerzimmer mit Bibliothek und Lesesaal. Vor allem sollen die Schüler zum Lesen ermutigt werden. Die Bibliothek stellt aber auch besonders teure Schulbücher zur Verfügung, die viele Familien nicht finanzieren können. - Volker Griese

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