35 Jungen und Mädchen zeigten Interesse - nur 14 wurden aufgenommen

Alle wollen in die Kinderwehr Nachrodt

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Start der Kinderfeuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde: Die Verantwortlichen freute besonders das große Interesse.

Nachrodt-Wiblingwerde - Besser hätte es nicht laufen können - außer für jene, die zunächst nicht zum Zuge kommen: 35 Kinder hatten sich für die neu zu gründende Kinderfeuerwehr beworben. Nach dem Auswahlverfahren blieben 14 übrig, denen bei ihrer Amtseinführung im Gerätehaus Wiblingwerde T-Shirts mit dem stolzen Aufdruck „Gründungsmitglieder“ überreicht wurden.

Bürgermeisterin Birgit Tupat nannte die Kriterien, nach denen „leider“ eine Auswahl getroffen werden musste: „Es sollte eine gleiche Anzahl von Jungen und Mädchen vertreten sein und auch dieselbe Anzahl vom Berg und aus dem Tal.“ 

Treffen werden sich die Sechs- bis Zwölfjährigen alle zwei Wochen im Feuerwehrgerätehaus von Nachrodt. Für die große Aufnahmefeier mit vielen Besuchern spendierte die Gemeinde ein Büffet. 

Feuerwehrmann Sven Klatt erläuterte den Hintergrund: 2016 verabschiedete das Land NRW eine gesetzliche Grundlage zur frühen Nachwuchsförderung für die Feuerwehr.

Start der Kinderfeuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde: Viele waren gekommen.

Zuvor hatten im Land nur einzelne Löschzüge solche Aktivitäten erprobt. Zu einem sehr wichtigen Pool für den Nachwuchs sind mittlerweile die Jugendfeuerwehren herangereift, die Kinder- und Jugendliche von zehn bis 17 Jahren an die Aufgaben von Feuerwehrmännern und -frauen heranführen.

Altersstufen

Die Alterstufen sechs bis zwölf und zehn bis 17 machen deutlich, dass es im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren eine flexible Übergangszeit zwischen Kinder- und Jugendfeuerwehr geben soll. Die gesetzlichen Bestimmungen sehen vor, dass eine Kinderfeuerwehr-Gruppe von mindestens zwei pädagogisch geschulten Mitarbeiterinnen geleitet werden soll, erklärt Gemeinde-Kinderfeuerwehr-Wartin Celina Klatt. 

Mit Svenja Lüno hat sie noch eine weitere Erzieherin an ihrer Seite. Das sei auch deshalb wichtig, weil es bei den Treffen mit den Kindern auch um die Vermittlung von Normen und Werten gehen soll.

Lernen

Die Kinder sollen lernen, Aufgaben und später auch Verantwortung zu übernehmen. Ganz praktisch wird es bei den Fragen, wie man richtig Erste Hilfe leistet und wie man einen korrekten Notruf absetzt.

Unterstützt werden die Erzieherinnen von einem „vollständig ausgebildeten Feuerwehrmann“. Manuel Nowak soll den Kindern deshalb vor allem die Technik nahebringen. Michelle Mickoleit und Lisa Murza komplettieren das Fünfer-Team, das seine Mannschaft zunächst mal kennenlernen muss.

Viele Interessen

Es sei doch wichtig zu wissen, was für Interessen die Kinder neben der Feuerwehr haben, erklärt Celina Klatt. Und wichtig sei auch, dass die Kinder „ganz viel Spaß haben“. Neben dem bereits entworfenen T-Shirt soll eine eigene Sweatshirt-Jacke entworfen werden, um bei Ausflügen „Flagge“ zeigen zu können. Und reizvoll scheint auch die Aufgabe, ein eigenes Maskottchen zu entwerfen.

Jugendarbeit

Eine erfolgreiche Jugendarbeit mit dem Ziel, den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde, könne sie als Bürgermeisterin nur unterstützen, sagte Birgit Tupat. „Wir sind auf die Ehrenamtlichen angewiesen, die zuverlässig rund um die Uhr für uns bereit stehen.“

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