„Gemeinsam essen, füreinander da sein“

Aktion in Nachrodt: Geheimrezept für 60 Gäste

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Immer gut gelaunt: Norbert Grebe und Gisela Gundermann an den Kochtöpfen.

Nachrodt-Wiblingwerde – 60 Gäste kamen zur zweiten Auflage der Aktion „Gemeinsam essen, füreinander da sein“. Das Ziel: sich kennenlernen, austauschen und helfen. Nur eine Bevölkerungsgruppe vermissten die Veranstalter.

Wie bekommt man riesige Portionen so gut gewürzt? Diese Frage beschäftigte die Gäste besonders. Denn das Gulasch war zart und scharf, aber nicht zu scharf. Sein Geheimrezept verriet Michael Pingel aber nicht. 

Er war es nämlich, der als Koch bei der Aktion „Gemeinsam essen, füreinander da sein“ den Veranstaltern Gisela Gundermann und Norbert Grebe gern unter die Arme griff – und später auch zum Helferteam gehörte und die Köstlichkeit auf die Teller brachte. 

Veranstaltung in der Sekundarschule

Erstmals fand die Veranstaltung in der Sekundarschule statt. Ein Ort, der eigentlich fast ein wenig gemütlicher als der Vorraum der Lennehalle wirkte. „Aber man rückt in der Lennehalle näher zusammen“, meinte Gisela Gundermann schmunzelnd. 

Und genau das ist ja die Idee des gemeinsamen Essens. Menschen, die sich nicht kennen, kommen ins Gespräch. Das klappt übrigens ganz gut, wie Rudi und Ruda Schröder aus Wiblingwerde ebenso bestätigten wie Monika Müller, die aus Altena gern in die Nachbargemeinde kommt. Doris Korthaus und Monika Langer freuen sich, dass die Küche zu Hause mal kalt bleiben kann und dass man als Alleinstehende in netter Gesellschaft isst. „Wir gehen auch zur Nachrodter Mahlzeit“, erzählte Doris Korthaus. 

100 Portionen vorbereitet

Der Andrang war bei der zweiten Veranstaltung in diesem Jahr nicht so groß. 60 Gäste kamen, und so kam das Team mit den vorbereiteten 100 Portionen mehr als gut aus. Gleichermaßen beliebt neben dem Gulasch war auch das vegetarische Gericht – rote Linsen mit Nudeln. 

Während bei den ersten beiden Aktionen von „Gemeinsam essen, füreinander da sein“ auch Flüchtlinge kamen, die jetzt in der Gemeinde leben, war dies nun nicht der Fall. Und so möchte Gisela Gundermann Kontakt zur Flüchtlingsbeauftragen Sabrina Lippert aufnehmen, damit die Veranstaltung auch wieder ein Anlaufpunkt für die ausländischen Mitbürger wird. Gemeinsam essen ist aber nur ein Teil des großen Ganzen. „Füreinander da sein“ bedeutet, um Hilfe zu bitten und diese auch anzunehmen. Gisela Gundermann betont: „Da läuft sehr viel im Hintergrund und das vermitteln wir."

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