Das Klappern in der Küche und das große Glück

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Sofia mit ihrer Tochter Luisa. Die Kleine mag das Funkeln der Lichter besonders gern

Nachrodt-Wiblingwerde -  Um 4 Uhr ist die Nacht zu Ende. Jede Nacht. Manchmal auch früher. Dann ist Luisa quickfidel. Mama Sofia eher nicht. Aber hinlegen möchte sie sich auch nicht wieder, wenn die Kleine eingeschlummert ist. Zuckersüß ist der Nachwuchs, der irgendwie Papa Sebastian ähnlich sieht. Für die AK-Serie „Babyalarm“, die im August startete, als Sofia hoch schwanger war, erzählt die junge Mama jetzt von der Zeit plötzlich zu dritt.

Der Weihnachtsbaum ist schon längst geschmückt in der schönen Dachgeschosswohnung an der Schmalsgotte. Luisa liebt das Funkeln der Lichter. Sie zappelt und strahlt, scheint alles sehr neugierig zu betrachten. Am 29. September kam das hübsche Mädchen zur Welt. Und wer sagt, es gebe sieben Weltwunder, der hat noch nie die Geburt eines Kindes erlebt. Obwohl die Geburt für Sofia mehr eine Tortur als ein Genuss war. Zwölf Stunden lag sie in der Berglandklinik in den Wehen, „aber es hat sich nichts getan“, erzählt die junge Mama. Beim Schichtwechsel der Hebammen lag das Köpfchen noch nicht im Becken. Und: Die Herztöne wurden schlechter. Dann klappte die PDA nicht. Mit Notkaiserschnitt musste Luisa später dann geholt werden und kam um 8.53 Uhr zur Welt.

Papa Sebastian war nicht die ganze Zeit dabei. „Ich hatte ihn irgendwann nach Hause geschickt.“ Heute ist Sofia dankbar für eine tatkräftige Hebamme. „Ich glaube, es wäre nicht so gut ausgegangen, wenn sie nicht dagewesen wäre“, sagt Sofia, die nach der Operation große Schmerzen hatte. „Es hat ein bisschen gedauert, bis ich die Kleine dann gesehen habe. Aber Sebastian war ja da.“ Mit 2864 Gramm war Luisa recht leicht und zart. „Das war ein Nabelschnur-Problem. Normalerweise hat die Nabelschnur eine Vene und zwei Arterien. Sie hatte nur eine Arterie und eine Vene“, erklärt Sofia. Aber mit großem Appetit hat Luisa längst alles wieder aufgeholt, wiegt jetzt schon stolze 5800 Gramm.

„Ich habe jedes Zeitgefühl verloren“

Gerade liegt die Kleine in einer Wiege im Wohnzimmer – ein Geschenk von Patenonkel Oliver. Putzmunter und kerngesund gilt es nun, die Welt zu erobern. „Es klappt auch alles ganz gut mit uns“, schmunzelt Sofia. Papa Sebastian ist hin und weg – wie der Rest der Familie auch. „Ich habe nur jedes Zeitgefühl verloren“, sagt Sofia. Ob Mittwoch oder Freitag ist, spielt keine Rolle. „Sie ist eine ganz Liebe, fröhlich, lacht uns morgens schon an“, erzählt Sofia von ihrer Tochter. Ein Schreikind ist sie so gar nicht. „Eher geduldig“, findet Sofia. Auch Autofahren gefällt der Kleinen. „Sie schläft dann einfach. Das ist wie bei mir. Wenn wir in den Urlaub fahren, schlafe ich schon, wenn wir gerade auf der A45 sind.“

Die ersten Geschenke für Luisa

Jetzt steht das erste Weihnachtsfest zu dritt an. Ein komisches, merkwürdiges Gefühl? Nein. Gar nicht. Und natürlich bekommt auch Luisa ihre ersten Geschenke. „Ich habe etwas besorgt und Sebastian darf es auspacken.“ Eine Kuscheldecke, eine Ente im Ball und einen Nuck-Trinklernbecher mit ihrem Namen gibt es für den kleinen Fratz. „Den Trinklernbecher habe ich bei den Treffen an der Lenneterrasse bei den älteren Kindern gesehen. Da kann sie zwar noch nichts mit anfangen, aber später sicher.“ Heiligabend feiert die junge Familie bei Sebastians Eltern. Am ersten Weihnachtsfeiertag kommen Sofias Mama und Schwester und am zweiten wollten es sich die drei zu Hause gemütlich machen. „Aber da müssen wir jetzt gucken. Mein Papa liegt im Krankenhaus. Und da möchte ich auch gern vorbei.“

 „Ich habe oft auf das Telefon geguckt“

 Von jetzt auf gleich hat sich das Leben verändert. Natürlich. Einmal komplett. „Aber mittlerweile ist es schon so selbstverständlich, dass die Kleine da ist.“ Ganz aus dem Alltag herausgerissen, ist Sofia aber nicht. Im November gönnte sie sich auch einen Tag für einen Besuch der Allerheiligenkirmes in Soest. Ich habe aber doch oft auf das Telefon geguckt“, lacht die frischgebackene Mama, die aber auch sehr gern zu Hause bleibt und dankbar für die Unterstützung ist, die sie bekommt. Luisa ist unterdessen immer noch nicht quengelig. Im Gegenteil. Ganz neugierig schaut sie, was passiert. Am liebsten ist sie in der Küche. Da riecht es gut. Da klappert es oft. „Wir haben ein tolles Anfängerbaby“, schwärmt Sofia, die sich übrigens gegen das Stillen entschieden hat. „Ich glaube, ich wäre sonst nicht so entspannt.“ Mit dem Fläschchen klappt mittlerweile alles super, nachdem zuerst die falschen Sauger für ein bisschen Kummer gesorgt hatten.

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