Helfen ohne viel Tam-Tam

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Elfriede Sickart.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es gibt Menschen, auf die man immer zählen kann. Die nicht 100 Prozent, sondern am liebsten 200 Prozent geben und immer einen Blick für andere haben. Elfriede (Friedel) Sickart gehört zu „dieser Kategorie Mensch“, die ohne viel Tam-Tam Gutes tut.

 Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement im Flüchtlingskreis und beim Hallentrödel ist die Christdemokratin, die von 1989 bis 2009 auch Ratsfrau war, besonders gern im Pertheshaus aktiv. Einmal im Monat samstags liest sie den Bewohnern vor oder macht mit ihnen Gedächtnistraining. Und das seit 30 Jahren.

 „Ich gehe zur Gruppe unter den Linden“, erzählt die 75-Jährige. „Man begleitet oft Menschen Jahre oder gar Jahrzehnte. Man weiß, welche Bewohner Besuch bekommen und welche nicht. Und letztere liegen mir besonders am Herzen. Dass man mit den Menschen spricht, sicher ihrer annimmt, das bedeutet den Bewohner viel. Jemand nimmt sich Zeit für sie, das ist das Wichtigste.“

 An diesem Ehrenamt im Pertheshaus sind noch weitere Nachrodterinnen beteiligt: Lotte Glasow, Christel Bauer, Gisela Linnhoff und Rita Kumke. Die fünf Frauen wechseln sich ab und kommen immer zu zweit zu den älteren Herrschaften. Denn: „Die Einsamkeit der älteren Menschen ist schon ein Problem“, sagt Elfriede Sickart. Aber die Umstände in den Alten-Einrichtungen hätten sich im Laufe der Jahre sehr verbessert.

 Singen, so erzählt Friedel Sickart, ist bei den Bewohnern des Pertheshauses ganz hoch im Kurs. „Die Augen leuchten dann und die Bewohner können ohne Liederheft alles aus dem Gedächtnis mitsingen. Kein schöner Land ist immer unser Abschlusslied.“ 

Fürs Pertheshaus hat Friedel Sickart zwei Regale zu Hause. „Ich schaue immer, ob ich etwas Neues finde.“ Neben diesem Ehrenamt ist Friedel Sickart sachkundige Bürgerin für die CDU Nachrodt-Wiblingwerde im Sozialausschuss und stellvertretende Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes. Zudem ist sie stellvertretende Vorsitzende der CDU-Frauenunion Altena/Nachrodt, Beisitzerin bei der Frauenunion Mark als auch bei der Frauenunion im Bezirk. „Über den Tellerrand herauszugucken, das ist mir besonders wichtig.“

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