Altenaer Krankenhaus in der Doppelgemeinde beliebt

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Auf Initiative von Hans Wehr (rechts) stellten Dr. Matthias Richter, Dr. Peter Gruber und Jens Linderhaus in Nachrodt das Altenaer St. Vinenz-Krankenhaus vor.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Normalerweise gehen die Patienten zu Ärzten, warten dort eine Weile oder eine längere Weile und werden dann wieder gesund gemacht. Am Mittwoch lief die Arzt-Patient-Begegnung ausnahmsweise andersherum: Geschäftsführer Sebastian Toups und drei Chefärzte des St. Vinzenz-Krankenhauses Altena kamen zu ihren potenziellen Patienten und warben in der Grundschule Nachrodt für die unterschiedlichen medizinischen Leistungen ihres Hauses.

Jens Linderhaus, Dr. Peter Gruber und Dr. Matthias Richter stellten jeweils ihre Fachgebiete vor – Linderhaus die Innere Medizin, die Gastroenterologie und Geriatrie, Gruber die operativen Möglichkeiten der Unfallchirurgie und Orthopädie. Richter gewährte einen tiefen Einblick in die Kunst, diverse Organe im Bauchraum erfolgreich zu operieren. „Visceralchirurg wird der, der seiner Mutter gerne in der Küche zugeguckt hat“, scherzte Richter mit Blick auf „seine“ Organe und nannte seine Einsatzgebiete: Schilddrüse, Gallenblasen, Blinddarm, Hämorrhoiden, Darm. Viele dieser Eingriffe werden mittlerweile minimalinvasiv, also ohne große Bauchschnitte, vorgenommen.

Neben gut 20 Bürgern kam auf Einladung von Hans Wehr auch Bürgermeisterin Birgit Tupat zu der Veranstaltung, um sich über das Angebot des Altenaer Hospitals zu informieren. „Ich bin froh, dass ich nur Verwaltung machen muss“, zeigte sich die Bürgermeisterin erleichtert. Zuvor hatte sie einen tiefen Einblick in Bauch- und sonstige Schnitte am menschlichen Leib sowie diverse krankhafte Veränderungen gewonnen. Es war eine Stärke der Veranstaltung, dass den Besuchern viel detailliertes Wissen über Krankheiten vermittelt wurde, die sie zum größten Teil noch nicht hatten. Und vor allem erfuhren sie viel über Behandlungsmethoden. Allerdings gab es vereinzelt auch Vorerfahrungen: „Ich hab’s erlebt, kommen Sie mir nicht mit ‚Tut nicht weh’“, mahnte eine Besucherin.

Sebastian Toups gab einen Überblick über die derzeitige Situation und Ausstattung des Krankenhauses, über Kooperationen, organisatorische Maßnahmen zur Kostendämpfung und die unterschiedlichen Standards der angebotenen Krankenzimmer: Standard-, Komfort- und Topzimmer. Der Geschäftsführer erklärte auch die vorhandene Infrastruktur in der unmittelbaren Nachbarschaft des Krankenhauses, die dessen Leistungen ergänzt: ein Pflegeheim, das Lang- und Kurzzeitpflege anbietet, altengerechte Wohnungen mit kurzen Wegen ins Hospital, eine Demenz-Wohngemeinschaft im ehemaligen Schwestern-Wohnheim und das Gesundheitszentrum mit verschiedenen Praxen – unter anderem für Logopädie.

Chefarzt Jens Linderhaus dankte „als Altenaer“ für die Einladung nach Nachrodt, als ob solche Gastfreundschaft nicht selbstverständlich wäre. Später wurde allerdings unmissverständlich geklärt: Das St. Vinzenz-Krankenhaus ist relativ beliebt bei den Bürgern der Doppelgemeinde. Sicherlich ganz im Sinn der Gäste war eine Frage, die einen gewissen Vertrauensgewinn für die vortragenden Ärzte anzeigte: „Kann man grundsätzlich zum St. Vinzenz-Krankenhaus kommen, ohne dass man nach Lüdenscheid, Letmathe oder Iserlohn gehen muss?“ Die Antwort hängt natürlich von der Erkrankung und ihrer Behandelbarkeit in Altena ab, lautet grundsätzlich aber „Ja.“ ▪ Thomas Krumm

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