Sperrung wegen Coronavirus'

Ärger auf dem Reiterhof: Besucher halten sich nicht an Verbot

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Geraldine Hegemann-Malkus mit den Pferden Urquell und Primeur sowie den beiden Hunden Crazy und Canda auf ihrem Hof in Wiblingwerde.

Nachrodt-Wiblingwerde – Geraldine Hegemann-Malkus ist sauer. Sie hat ihren Reiterhof für  Publikumsverkehr geschlossen – viele scheint das jedoch nicht zu interessieren.

Kinder fahren Fahrrad, Familien besuchen die Ponys. Ländliche Idylle. Doch der Schein trügt, denn die Chefin möchte genau das nicht. „Ich kann wirklich verstehen, dass viele das schöne Wetter nutzen möchten, normalerweise haben wir damit ja auch kein Problem, aber in diesen Zeiten muss das doch wirklich nicht sein“, appelliert Geraldine Hegemann-Malkus an die Wiblingwerder. 

Für den Hof gelten strenge Auflagen. „Wir halten uns sehr genau an die Vorgaben für Reitbetriebe. Unsere Leute halten sich auch gut daran. Das Problem sind die Besucher von außerhalb“, erklärt Hegemann-Malkus. 

Grundsätzlich dürfen die Pferde weiterhin bewegt werden. Da Pferde Fluchttiere sind, haben sie einen großen Bewegungsdrang. So darf die notwendige Bewegung und Versorgung der Tiere auch weiterhin wie gewohnt stattfinden. 

Strenge Regeln für Reiter

Allerdings unter strengen Regeln. Pro Pferd darf sich nur eine Person auf dem Hof befinden. Die Reiter sollen durchgehend Handschuhe tragen. Die Pflege der Tiere erfolgt mit großem Abstand zu anderen Reitern und soll auf ein Minimum beschränkt werden. 

Der Reitunterricht wurde ebenfalls komplett eingestellt und die Anzahl an Pferden, die gleichzeitig in den Hallen geritten werden, wurde stark eingegrenzt. „Zudem soll sich niemand unnötig lange am Stall aufhalten. Gesprächsgrüppchen und alle Arbeiten, die nicht unmittelbar Einfluss auf das Wohlbefinden der Pferde haben, sind zu unterlassen“, betonte Hegemann-Malkus. 

Austausch mit Verband

Die Anlagen-Betreiberin steht in einem regen Austausch mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Diese gibt täglich neue Informationen und Handlungsempfehlungen heraus. „Wir bemühen uns wirklich, jedes Ansteckungsrisiko zu minimieren. Aber dafür müssen alle an einem Strang ziehen. Alle, die kein Pferd versorgen müssen, müssen den Hof meiden“, betont Geraldine Hegemann-Malkus. 

Man werde daher auch auf dem Hof verstärkt Kontrollen durchführen. Sie sagt: „Die Tiere sind auf uns Menschen angewiesen. Wir wollen sie weiter versorgen. Das geht nur, wenn sich alle daran halten."

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK lesen Sie in unserem Ticker.

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