Überfüllte Container in Nachrodt-Wiblingwerde

Ärger am Müllcontainer - weil Leute Grünabfälle falsch entsorgen

Die Grüncontainer in Nachrodt und Wiblingwerde sind oft überfüllt, weil der Grünabfall vor der Entsorgung nicht kleingeschnitten wird.
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Die Grünabfall-Container in Nachrodt und Wiblingwerde sind oft überfüllt, weil der Grünabfall vor der Entsorgung nicht kleingeschnitten wird.

Nur Stunden nach der Leerung sind manche Grünabfall-Container in Nachrodt-Wiblingwerde schon wieder voll. Nicht, weil so viele Bürger so viel Grünabfall haben, sondern weil sie ihn völlig falsch entsorgen. Das sorgt für Unmut.

Nachrodt-Wiblingwerde – Bäume, meterweise Bodendecker, mit Wurzeln ausgerupft, riesige Sträucher irgendwie hineingestopft: Schlimm sieht es an den Grünabfall-Containern aus. Was nicht passt, wird daneben geworfen. Dann müssen die Mitarbeiter des Bauhofes wieder tätig werden und sauber machen. Und täglich grüßt das Murmeltier.

Dabei ist es nicht die Menge, die das Problem besonders an den Standorten in Wiblingwerde und am Holensiepen ausmacht. „Es wird nicht zerkleinert“, sagt Mark Wille, stellvertretender Ordnungsamtsleiter.

Riesige Sträucher machen Probleme bei Leerung

Statt den Grünabfall in handliche Teile zu schneiden, wird alles am Stück entsorgt. Das Ergebnis sind überquellende Container. „Wenn sie morgens geleert werden, sind sie nachmittags wieder voll“, sagt Mark Wille. Und so gibt es trotz einer Leerung der Grünabfall-Container, die im Sommer alle drei Tage stattfindet, eine große Sauerei. Es gilt augenscheinlich das Motto „nach mir die Sintflut“.

„Man könnte die Sachen um die Hälfte reduzieren“, ist sich Mark Wille sicher, dass ein bisschen Arbeit im Vorfeld für die Allgemeinheit viel bringen würde. Auch die Leerung ist schwierig, weil „das große Zeug hängenbleibt“, sagt Mark Wille. Im Moment reichen die insgesamt elf Container für Grünabfälle kaum aus.

Immer mehr Grünabfall

Und es gibt tatsächlich immer mehr Grünabfall. 550,21 Tonnen wurden im Jahr 2020 von den Nachrodt-Wiblingwerdern zu den Containern gebracht – das waren 73,26 Tonnen mehr als 2019. Auch die Eigenanlieferung in Sümmern zog an – von 50,84 Tonnen Bioabfall auf 67,48 Tonnen. Der Zweckverband für Abfallentsorgung veröffentlicht die Mengenstatistik.

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