Ohrenschmaus im Advent

Der Oesetaler Frauenchor erntete viel Beifall für seine Darbietungen. Ob geistlich oder beschwingt - alle Stücke kamen gut beim Publikum an.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Langsam wird es Ernst mit den besinnlichen Tagen im Advent. Seit Sonntag brennt die erste Kerze auf den Adventskränzen, und pünktlich zum endgültigen Start in die Vorweihnachtszeit lud der Männergesangverein „Frohsinn“ Nachrodt am Sonntag in die Kirche St. Josef. Für die „Musik im Advent“ hatten die Männer zur Verstärkung den Oesetaler Frauenchor aus Hemer gewinnen können, der ebenfalls von Chorleiter Heinrich Mainka geleitet wird.

Dazu kam ein junges Instrumentaltrio aus Mareen Knoop (Violine), Regina Kerkmann (Querflöte) und Niklas Haverkamp (Cello), das den Chorgesang ergänzte oder auch rein instrumental spielte. Viel Freude machten die drei Sätze von Josef Haydns „London Trio“ und Howard Blakes sehr schöne Melodie „Walking in the air“, aus dem Film „Der Schneemann“. Für besondere Momente sorgte Mareen Knoop auch im Zusammenspiel mit Organist Heinrich Mainka. Besinnliche Werke von León de Saint-Réquier und Camillo Schumann erreichten die etwa 170 Besucher von der Empore aus.

Der MGV Frohsinn nahm den Aspekt des adventlichen Ausblicks auf das Weihnachtsereignis sehr ernst: Von Günther Buttjes’ „Machet die Tore weit“ bis zum gemeinsam mit dem Publikum gesungenen „Macht hoch die Tür“ stand der Aspekt der Vorbereitung auf die Ankunft im Zentrum des Konzerts. Besonders wurde natürlich auch jene Mutter gewürdigt, die vor gut 2000 Jahren mit einer ganz besonderen Nachricht fertig werden musste: Mozart widmete ihr und dem heiligen Leib ihres Sohnes sein „Ave Verum“, Wilhelm Heinrichs vertonte den Lobgesang auf die schwangere Gottesmutter „Maria durch ein Dornwald ging“. Dazu kamen Mozarts „Leis erklingen die Glocken der Liebe“, bearbeitet von Willi Keune, Beethovens „Hymne an die Nacht“ und zwei Klassiker, die der MGV „Frohsinn“ zur Freude des Publikums immer wieder gern singt: Wolfgang Lüderitz’ „Trommellied“ und Stephan Adams’ „Jerusalem“ mit Heinz Schulte als Solist. Der Oesetaler Frauenchor hatte Hanne Hallers „Vater unser“ und Karl Jenkins’ „Adiemus“ mitgebracht, in dem der englische Komponist – wie Moderator Werner Griesel angekündigt hatte – Sprache als Dienerin der Musik verstanden hatte.

Großen Beifall bekamen die Oesetalerinnen auch für Engelbert Humperdincks „Abendsegen“ und vor allem für das flotte „I will follow him“, das durch den Film „Sister Act“ weltberühmt wurde. Für den langen Beifall bedankte sich der Männergesangverein abschließend mit dem „Ave Verum“, bevor zum Abschluss alle gemeinsam „Macht hoch die Tür“ singen durften. Die Konzerteinnahmen werden wieder in Kirchenmusik investiert: Der MGV Frohsinn als Gastgeber des Adventskonzerts will sie für den Erhalt der Kirchenorgel St. Josef spenden.

Von Thomas Krumm

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