Gefräßige Katze und freche Trolle: Kuriose Adventsbräuche aus aller Welt Thema in Wiblingwerde

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Die Frauen der Frauenhilfe Wiblingwerde.

Nachrodt-Wiblingwerde  - Mit frechen Trollen, gefräßigen Katzen und Hexen machten die Frauen der Frauenhilfe Bekanntschaft. Das sind die kuriosesten Adventsbräuche aus aller Welt.

Einmal um die ganze Welt ging es für die Mitglieder der Wiblingwerder Frauenhilfe, die sich zur Adventfeier im evangelischen Gemeindehaus versammelt hatten. 

„Kennen Sie Krampus?“, fragte Pfarrerin Dr. Tabea Esch. Sie hatte für die Frauen Weihnachts- und Adventsbräuche aus vielen Teilen dieser Erde mitgebracht. Los ging es in Österreich, wo die Schreckgestalt Krampus am 5. Dezember durch die Gassen zieht. Das Fabelwesen straft der Legende nach die Kinder, die nicht artig sind. 

Katze frisst Kinder ohne neue Kleider

Auch auf Island gibt es eine ähnliche Schreckgestalt. Allerdings in Form einer Katze. „Sie frisst jedoch nicht die Kinder, die nicht artig waren, sondern die, die zum Weihnachtsfest keine neuen Kleider bekommen haben“, erzählte Esch. Das führe automatisch dazu, dass sich die jungen Isländer sehr über einen neuen Schlafanzug freuen. 

Zudem gebe auf Island nicht an Weihnachten alle Geschenke, sondern in Etappen. Denn 13 freche Weihnachtstrolle sind dafür zuständig. 

Faule Kartoffel für unartige Kinder

Ab dem 12. Dezember kommt jeweils einer und bringt den lieben Kindern ein Geschenk, den unartigen faule Kartoffeln und den großen spielen sie Streiche. Wenn dann am 25. Dezember alle da waren, verabschieden sie sich nach einander wieder – jeder Troll an einem Tag. 

„Deutlich mehr Romantik gibt es in Russland“, sagte Esch. Dort wird Weihnachten am 6. Januar gefeiert. Und alle Singlefrauen tippen dann traditionell eine beliebige Nummer in das Telefon. Hebt am anderen Ende ein Singlemann ab, so sind die beiden der Tradition nach für einander bestimmt. 

Männer springen ins Meer 

In Norwegen darf an Weihnachten nichts herunterfallen, denn es gibt keinen Besen, um die Sachen wieder zu beseitigen. „Die werden versteckt, damit Hexen und andere böse Wesen nicht darauf fliegen können und so Unheil über das Haus bringen“, erzählte die Pfarrerin. 

In Griechenland gibt es Prozessionen zum Meer. Der Priester wirft dann ein Holzkreuz ins Meer und alle Männer springen hinterher, um es zu retten. „Der Mann, der das Kreuz als erstes hat, der soll der Sage nach der mutigste Mann sein und das ganze Jahr Glück haben.

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