Kochkünstler Olaf Baumeister zu Gast im Schlosshotel

Acht Gänge mit westfälischen Produkten

+
Ein wahrer Kochkünstler zu Gast: Olaf Baumeister (rechts) überzeugte im Schlosshotel.

Nachrodt-Wiblingwerde - Eine Prise Saures, etwas Süßes, ein wenig Schärfe, eine Messerspitze Bitteres und dazu noch ein paar Gewürze – fertig ist ein Traum von Aromen und ein vollmundiger Geschmack. Zumindest, wenn ein wahrer Kochkünstler wie Olaf Baumeister am Herd steht. Der Spitzenkoch war im Rahmen des westfälischen Gourmetdinners im Schlosshotel Holzrichter.

Bereits am Mittag herrschte in der Küche Aufregung. Jede Menge Kisten mit Lebensmitteln wurden gebracht. „Mir geht es darum, zu zeigen, was man Tolles mit westfälischen Produkten aus unserer Heimat machen kann. Daher kombinieren wir heute diese Produkte mit außergewöhnlichen Aromen und richten sie vor allem ganz besonders an“, erklärte der Koch, der normalerweise in seinem Restaurant an der Sorpe arbeitet. 

Nur wenige Köche aus der Region schaffen es, im Rahmen des westfälischen Gourmetdinners zu kochen. „Ich habe mich schon sehr gefreut, dass ich dabei bin.“ Genauso freute sich aber auch Familie Holzrichter. Denn mitmachen durften auch nur auserwählte Restaurants. 

Frischer Fisch

Wie frisch die Produkte waren, die am Abend auf den Teller kamen, zeigte sich vor allem an der Bachforelle. Aus ihr wollte Baumeister einen der Höhepunkte kreieren. 

Holzrichters hatten die Fische ganz frisch aus dem Nahmertal geholt. „Je frischer ein Fisch, desto schwerer ist es, die Gräten zu entfernen und das hier war ein Großkampf“, erzählte Baumeister lachend. 

Am Abend gab es diesen Fisch als „Handjob“. Die Köche richteten das Gericht auf den Handrücken der Gäste an. Kombiniert wurde es mit Avocado, Pastinakenchip und gebackener Kaper. Dazu gab es eine Sake-Yuzu-Infusion. „Das ist ein schönes Beispiel, wie verschiedene Aromen kombiniert werden können. Und im Mund ein echtes Geschmackserlebnis geben.“ Der kleine Alkohol am Ende runde dies ab. 

Eine Leidenschaft

Kochen ist für Baumeister eine Leidenschaft: „Für mich stimmt der Satz ‘man ist, was man isst’ einfach.“ Und so kocht er jeden Tag gerne, egal wo. 

Insgesamt galt es, acht Gänge für die Gäste vorzubereiten.

Es stört ihn auch die fremde Küche nicht. „Hier wird auch immer frisch gekocht. Das heißt, das Wissen der Köche ist da und sie sind sehr gut. Und natürlich stimmt auch das Equipment. Es ist toll, mit so einem Team zu arbeiten. Wir lernen hier alle von einander“, freute sich Baumeister. 

Insgesamt acht Gänge galt es für die 115 Gäste vorzubereiten. Angerichtet wurden diese vor den Augen des Publikums. Dazu gab es jede Menge Erklärungen über die Produkte und die Kreationen. „Die Köche und auch ich gehen von Tisch zu Tisch und erklären alles ganz genau“, sagte Baumeister, den viele Gäste vor allem aus diversen Kochsendungen und dem Radio kannten. 

Der passende Wein

Aber nicht nur die Köche erklärten ihre Produkte. Auch Winzer Peter Stumpf von der Winzergemeinschaft Sommerach war gekommen. Denn zu jedem Gang wurde am Abend auch der passende Wein gereicht – natürlich nicht ohne die dazugehörigen Informationen. 

Zum Empfang gab es beispielsweise einen Crémant. „Wer denkt, den gibt es nur in Frankreich, der irrt. Crémant bezeichnet lediglich die Art der Herstellung. Und die beginnt bereits auf dem Weinberg“, so der Winzer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare