Zum Abschied von der Grundschule: Wünsche fliegen in den Himmel

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Die Lehrer hatten sich eine Überraschung überlegt: Die Kinder konnten Luftballons in den Himmel steigen lassen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Dicke Tränen kullerten dem ein oder anderen Viertklässler über die Wangen, als es am Freitag (26. Juni) hieß, Abschied von der Grundschule und den Klassenkameraden zu nehmen.

Die traditionelle Schulhofparty mit allen Schulklassen musste in Nachrodt aufgrund von Corona ausfallen. Die Viertklässler tanzten zwar zum Fliegerlied, waren „kleine süße Gummibären“ und performten zum „Roten Pferd“, allerdings ohne ihre Mitschüler. Weitere Vorführungen mussten ausfallen und auch nur die Abschlussschüler selbst durften an der Verabschiedung teilnehmen, alle anderen Schüler waren schon nach Hause gegangen und die Eltern konnten aus der Ferne zusehen. Um den Kindern eine Freude zu bereiten, hatten sich die Lehrer eine ganz besondere Alternative zur Schulhofparty überlegt. 

An beiden Schulstandorten ließen die Kinder Luftballons in den Himmel steigen. Ein kleiner Trost, da die Abschiedsfeier anders als in den Vorjahren ablaufen musste. „Es sollte ein außergewöhnlicher Höhepunkt für die Kinder werden“, sagt Schulleiterin Carsta Coenen. Das war den Lehrern auch deshalb wichtig, da das Walzertanzen in der Lennehalle, das schon seit mehr als 20 Jahren immer in den letzten Tagen vor den Osterferien stattfindet, für die Viertklässler in diesem Jahr schon hatte ausfallen müssen.

 Dass die Viertklässler wie sonst üblich, ihren Mitschülern und Lehrern auf der Schulhofparty etwas vorführen, wäre aus zweierlei Gründen nicht möglich gewesen. Zum einen durften die anderen Schüler nicht an der Verabschiedung teilnehmen, zum anderen gab es keine Gelegenheit, etwas einzuüben. Durch Corona besuchten die Schüler die Schule schließlich nur an wenigen Tagen vor den Ferien und singen wäre nur mit Mundschutz erlaubt gewesen. Ein „Hände-„Bogen, der in den Vorjahren von Lehrern und Schülern gebildet wurde, war ebenfalls nicht möglich. 

Damit die Viertklässler den Schulhof jedoch gebührend verlassen konnten, war in ein Laken ein Herz geschnitten worden, durch das die Kinder hindurch schlüpften. Während die Kinder Abschiedstränen vergossen, waren die Eltern vor allem erleichtert. „Als Eltern sind wir froh, dass dieses komische Schuljahr jetzt vorüber ist“, sagte Annika Görg. Dem stimmte auch Gülhan Torparlak zu: „Wir sind auch froh, denn alles lief durch Corona durcheinander. Ich hoffe, dass durch die Ferien wieder mehr Normalität einkehrt und dass die Kinder im neuen Schuljahr wieder normal anfangen können. Es ist aber auf jeden Fall gut, dass die Kinder noch den Abschluss an der Grundschule feiern konnten.“

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