Auf viel befahrener Bundesstraße

Abgesoffen: Dieser Blitzer im MK macht erstmal keine teuren Fotos mehr

Blitzersäule  an der B236 in Nachrodt-Einsal
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Da war einmal ein Blitzer. Der ist bei dem Hochwasser Mitte Juli beschädigt worden und musste abgebaut werden.

Auch ein Blitzer ist beim Hochwasser Mitte Juli im MK abgesoffen. Die Säule an der viel befahrenen Bundesstraße musste abgebaut werden. Teure Fotos macht sie erstmal nicht mehr.

Nachrodt-Wiblingwerde – Auch der Starenkasten an der Einmündung des Helbecker Weges in die B 236 wurde Opfer des Hochwassers im Juli. Er wurde deshalb in der vergangenen Woche abgebaut.

„Die gesamte Anlage wurde massiv beschädigt“, berichtet Kreispressesprecher Alexander Bange. Der Kreis ist für die Geschwindigkeitskontrollen in den kleineren Kommunen des Kreises zuständig. Ein Gutachter soll jetzt klären, ob der Schaden reparabel und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Neben dem Starenkasten selbst ist seit der Unwetterkatastrophe auch dessen Stromversorgung defekt.

Billig wird es auf keinen Fall: Alleine die Säule kostet 35 000 Euro. Jede der beiden in ihr enthaltenen Kameras schlägt mit 55 000 Euro zu Buche. Eine sei völlig zerstört, die andere lasse sich vielleicht instandsetzen, sagt Bange.

Keine schweren Unfälle: Säule schreckt Raser ab

Ziel des Märkischen Kreises sei es, „möglichst noch in diesem Jahr“ die reparierte beziehungsweise eine neu beschaffte Säule an der Fußgängerbrücke zu den Einsaler Walzwerken zu installieren. Die Anlage tut nämlich genau das, was sie soll: Sie schreckt ab. Seit sie Ende 2015 aufgestellt wurde, hätten sich an der unübersichtlichen Einmündung keine schweren Unfälle mehr ereignet, sagt der Pressesprecher. Und: „Es wird dort kaum jemand geblitzt.“

Der Starenkasten trage also offensichtlich dazu bei, der geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung (normalerweise 70 km/h, wegen der Straßenschäden nach dem Hochwasser momentan 50 km/h) den notwendigen Nachdruck zu verleihen. Übrigens: Rasen sollte man dort auch jetzt nicht. Bis die Säule wieder aufgestellt ist, wird der Kreis in Einsal verstärkt mobile Kontrollen durchführen.

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