Müllgebühren sinken zum dritten Mal in Folge

Für die Beseitigung ihrer Abfälle werden die Haushalte und Unternehmen in Nachrodt-Wiblingwerde im nächsten Jahr voraussichtlich weniger bezahlen müssen. Foto: Haase

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Kleiner Lichtblick für die durch Steuer- und Gebührenerhöhungen gebeutelte Bevölkerung von Nachrodt-Wiblingwerde: Die Gemeinde wird die Gebühr für die Abfallbeseitigung im nächsten Jahr sehr wahrscheinlich senken. Einen entsprechenden Vorschlag hat der Hauptausschuss am Dienstagabend einstimmig dem Rat unterbreitet.

Hintergrund der Gebührensenkung ist die Tatsache, dass auch die Gemeinde selbst weniger für die Müllentsorgung bezahlen muss und zudem noch ein Plus aus dem Jahr 2012 einkalkuliert werden muss. Die Umlage, die Nachrodt-Wiblingwerde an den Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA) für Einsammeln und Transport und an den Märkischen Kreis für die Entsorgung entrichten muss, soll im nächsten Jahr um fast fünf Prozent auf dann noch knapp 735 000 Euro sinken. Durch „Guthaben“ aus dem Jahr 2012 sinkt die Summe, die über die Müllgebühren abgedeckt werden muss, noch einmal auf rund 693 000 Euro. Diesen Betrag muss die Gemeinde auf die Einwohner und Unternehmen im Gemeindegebiet umlegen, die ihren Müll über die vom ZfA aufgestellten Behälter entsorgen.

Für die meisten Mülltonnen ergibt sich daraus im nächsten Jahr eine um rund 3,6 Prozent geringere Gebühr. Für die 80-Liter-Tonne, von der im Gemeindegebiet mehr als 1200 Stück benutzt werden, wird im Jahr 2014 beispielsweise eine Jahresgebühr von 163,82 Euro fällig, das sind gut 6 Euro weniger als noch in diesem Jahr. Für den 120-Liter-Behälter, der in der Doppelgemeinde 585 Mal genutzt wird, werden 244,04 Euro und damit gut 9 Euro weniger fällig als zuletzt. Für jede der 487 Tonnen mit 240 Litern Volumen berechnet die Gemeinde im nächsten Jahr 485,90 Euro, was einer Gebührenreduzierung von etwas mehr als 18 Euro gleichkommt.

„Diese Gebührensenkung rettet uns zwar nicht, sie ist aber erfreulich“, kommentierte Bürgermeisterin Birgit Tupat die neue Gebührenkalkulation am Dienstagabend in der Sitzung des Hauptausschusses. Auch die übrigen Mitglieder des Ausschusses nahmen das Zahlenwerk mit Zustimmung zur Kenntnis und empfahlen dem Gemeinderat, es in seiner nächsten Sitzung am Montag, 25. November, ebenfalls abzusegnen. Damit würde die Müllgebühr in der Doppelgemeinde dann schon zum dritten Mal hintereinander seit 2011 sinken. So stark wie diesmal war die Gebührensenkung dabei aber noch nicht ausgefallen. - Volker Griese

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