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Ab sofort super-schnelles Internet: Breitbandausbau in Nachrodt abgeschlossen

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Glasfaserkabel sind verlegt, der Breitbandausbau für schnelles Internet in Nachrodt-Wiblingwerde ist abgeschlossen.
Die Glasfaserkabel sind verlegt, der Breitbandausbau für schnelles Internet in Nachrodt-Wiblingwerde ist abgeschlossen. © Foto: Woitas / DPA

Die Ausbauarbeiten für schnelles Internet im Bundesförderprogramm 3. Call sind in Nachrodt-Wiblingwerde abgeschlossen.

Im Kreis, so gibt der Märkische Kreis in einer Pressemitteilung bekannt, „besteht großes Interesse am Glasfaserausbau in den Wohngebieten.“ Die Rückmeldequoten in den Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind, seien sehr gut und „liegen durchschnittlich bei rund 92 Prozent.“

Auch in Nachrodt-Wiblingwerde sei die Rückmeldequote mit 91,37 Prozent überdurchschnittlich. Sehr viele Rückmeldungen gebe es auch in Schalksmühle (95,51 Prozent), Balve (94,76 Prozent), Meinerzhagen (94,39 Prozent) und Kierspe (93,85 Prozent).

Projekt mit 60 Millionen Euro gefördert

„Das zeigt, dass das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgern außerordentlich gut angenommen wird. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an“, sagt Landrat Marco Voge.

Matthias Pohl, Gigabitkoordinator des Kreises, ergänzt: „Aktuell sind kreisweit mehr als 4500 Anschlüsse buchbar.“ In Nachrodt-Wiblingwerde ist der geförderte Ausbau im 3. Call der Bundesförderung mit rund 420 Adressen nun komplett abgeschlossen.

Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen. In Nachrodt-Wiblingwerde befinden sich rund 420 Adressen im Ausbaugebiet des 3. Calls. Das neue Netz ermöglicht Bandbreiten bis zu 1 000 Mbit/s (1 Gigabit pro Sekunde). „Es ist so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen von Zuhause aus, Video-Konferenzen, Surfen und Streamen gleichzeitig möglich sind“, berichtet Matthias Pohl.

14,6 Kilometer Tiefbauarbeiten

Die Deutsche Telekom hat mehr als 14,6 Kilometer Tiefbauarbeiten durchgeführt, rund 156 Kilometer Glasfaser in Micro-Röhrchen eingeblasen und 18 neue Netzverteiler aufgestellt.

Glasfaserausbau in Nachrodt-Wiblingwerde: Matthias Pohl (Mobilfunkkoordinator MK), Ralf Engstfeld (Regionalmanager der Telekom), Bürgermeisterin Birgit Tupat, Landrat Marco Voge, Christian Mewes (Bauleiter der Telekom) und Thomas Hoheisel (Mobilfunkkoordinator MK, von links) freuen sich, dass eine weitere Gemeinde im MK Zugang zum schnellen Glasfaser-Netz erhalten werden.
Glasfaserausbau in Nachrodt-Wiblingwerde: Matthias Pohl (Mobilfunkkoordinator MK), Ralf Engstfeld (Regionalmanager der Telekom), Bürgermeisterin Birgit Tupat, Landrat Marco Voge, Christian Mewes (Bauleiter der Telekom) und Thomas Hoheisel (Mobilfunkkoordinator MK, von links) freuen sich, dass eine weitere Gemeinde im MK Zugang zum schnellen Glasfaser-Netz erhalten werden. © Märkischer Kreis

„Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Im gesamten Märkischen Kreis kommen wir beim Breitbandausbau gut voran. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im 3. Call in Nachrodt-Wiblingwerde können weitere 420 Adressen das schnelle Internet nutzen. Das ist eine gute Nachricht. Auch bei weiteren Ausbauschritten und Förderprogrammen bleiben wir am Ball“, sagt Landrat Marco Voge.

Kreisweit knapp 45.000 Haushalte angeschlossen

Im gesamten Märkischen Kreis werden im Rahmen des geförderten Projektes (Bundesförderung 3. Call) circa 24 000 Adressen mit rund 44 650 Haushalten an das schnelle Internet angeschlossen.

Bürgermeisterin Birgit Tupat freut sich ebenfalls über den Abschluss der Ausbauarbeiten des 3. Calls: „Jetzt können die Bürger der ausgebauten Adressen super-schnelles Internet nutzen.“

Kommunen tragen nur zehn Prozent der Kosten

Generell wird der geförderte Glasfaserausbau (Bundesförderprogramm 3. Call) zu 50 Prozent vom Bund, zu 40 Prozent vom Land und zu zehn Prozent mit Eigenanteilen der Kommunen finanziert. Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl: „Bei Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden, übernimmt das Land den Eigenanteil.“

Auch Ralf Engstfeld, Regionalmanager der Deutschen Telekom, freut sich über die Fertigstellung der Glasfaseranschlüsse in Nachrodt-Wiblingwerde. „Wer schnelleres Internet nutzen möchte, muss nun selber aktiv werden und kann ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel seinen Wunschtarif bestellen. Eine automatische Umstellung erfolgt nicht.“

Auch andere Anbieter können das Netz nutzen

Der Märkische Kreis weist darauf hin, dass das errichtete Glasfasernetz im 3. Call grundsätzlich auch von anderen Anbietern genutzt werden kann, um ihnen Produkte anzubieten. Seit Ende Februar 2022 bietet zum Beispiel die „1 & 1“ ebenfalls Glasfasertarife an.

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