Grundschulen und Kindergärten

Jetzt kommen die Lolli-Tests

Lollitest
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Mit lustigen Zeichnungen werden die Lollitests erklärt.

Sie sind angenehmer, kindgerechter und nehmen die Angst, plötzlich aus der Klasse herausgeholt zu werden: Ab Montag werden die Lolli-Tests zur Überprüfung auf das Coronavirus an den Grundschulen eingesetzt – natürlich auch an den Standorten in Nachrodt und Wiblingwerde.

Nachrodt-Wiblingwerde - Da noch kein Präsenzunterricht stattfindet, probieren die Mädchen und Jungen in der Notbetreuung die neuen Tests aus. So weit, so gut. Nur: Der logistisches Aufwand ist erheblich.

Hoher logistischer Aufwand

Die Lolli-Tests sind PCR-Tests, die im Labor überprüft werden müssen. Und so werden jetzt landesweit Fahrer eingesetzt, die die Schulen abklappern, die Tests einsammeln, sie zu den Laboren bringen und auf dem Rückweg neue Tests für die Schulen mitnehmen. „Wir sind als Organisatoren raus, die Planung hat das Ministerium gemacht“, so Kämmerin Gabriele Balzukat, wobei einige Schulträger sehr wohl in der Verantwortung sind.

Die Stadt Lüdenscheid kümmert sich zum Beispiel um eine Tour, die auch die Lolli-Tests der Nachrodter Kinder einsammelt und diese zu einem Labor nach Iserlohn bringt. Die Wiblingwerder Tests werden dagegen in einem Labor in Leverkusen geprüft. Die Tour dafür startet in Bergneustadt. „Das ist schon ein wenig schräg“, sagt Kämmerin Gabriele Balzukat schmunzelnd über den Aufwand, ergänzt aber auch: „Man muss natürlich auch sagen, dass diese Tests sehr viel zuverlässiger sind.“

Angst vor Ausgrenzung

Die Kinder der Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde sind mit den bisherigen Nasen-Selbsttests gut zurechtgekommen. „Mir ist auch kein einziger Fall bekannt, bei dem es ein positives Ergebnis gegeben hätte“, so die Kämmerin. Die Ängste seien den Kindern genommen worden. Dennoch gab es immer wieder Befürchtungen von Eltern und Kindern vor Ausgrenzung und Mobbing, sollte so ein Test mal positiv ausfallen.

Die Lolli-Tests sind anonym. Im Labor werden die Tests aller Kinder einer Klasse zusammen ausgewertet. „Sie werden zusammen in eine Lösung gesteckt, man weiß nicht, von wem ein Stäbchen ist“, erklärt Gabriele Balzukat. Am Abend gibt es dann eine Nachricht an die Schule, was auch bedeutet, dass immer jemand abends greifbar sein muss. Wird das Coronavirus entdeckt, muss die ganze Klasse in Quarantäne. Die Kinder machen dann alle zu Hause erneut einen Lolli-Test, der am nächsten Tag zum Labor gebracht und ausgewertet wird. In diesem Fall werden dann die Tests alle Kinder einzeln geprüft.

Einfache Handhabung

Die Handhabung des Lolli-Tests ist übrigens einfach: Die Kinder lutschen 30 Sekunden lang an einem Abstrich-Tupfer. Der einfache Speicheltest soll zwei Mal in der Woche durchgeführt werden. Das Testverfahren wurde zuvor in einem Pilotprojekt an 22 Kölner Schulen erprobt und wird jetzt auf alle übrigen Grund- und Förderschulen im Land ausgeweitet. Pro Tag gibt es ab sofort in NRW rund 35 000 Tests.

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