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A45 und Stauchaos: Nachrodt fordert Lösung für Lennebrücke

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Lennebrücke (B236) in Nachrodt ist seit Jahren marode und eine Baustelle. Nun wird sie besonders belastet.
Die Lennebrücke (B236) in Nachrodt ist seit Jahren marode und eine Baustelle. Nun wird sie besonders belastet. © Henrik Wiemer

A45 und Stau ist das eine. Doch es muss auch dringend eine Lösung für die marode Lennebrücke her, fordern die Nachrodter. Denn die Brücke wird durch den Ausweichverkehr massiv belastet. Hält sie nicht durch, droht der Verkehrskollaps.

Nachrodt-Wiblingwerde – Das Nadelöhr Nachrodt und das Drama: Die Verkehrssituation in der Doppelgemeinde übersteigt nach der Sperrung der A45 alles Verkraftbare. Deshalb unterstützen die Kommunalpolitiker und die Gemeindeverwaltung nicht nur die Resolution des Kreistages, sondern haben diese in einer Zoom-Konferenz auf Anregung der UWG noch erweitert. Die Post aus Nachrodt-Wiblingwerde geht nun direkt an NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes.

Zusätzlich zu allen bekannten Forderungen rund um den Verkehrskollaps gehen die Vertreter der Doppelgemeinde in der Resolution auf die Situation vor Ort ein und erwarten eine zeitnahe Instandsetzung der Ausweichstrecken, um die Belastungen für den Verkehr und die Anwohner zu reduzieren. Zwei gezielte Punkte werden angesprochen:

„Belastung für Brücke erheblich“

„Die Brücke über die Lenne in Nachrodt-Wiblingwerde befindet sich seit Jahren in einem baulich maroden Zustand und seit dem Jahr 2017 ist sie nur noch einspurig befahrbar. Die Belastung der Brücke durch den Schwerlastverkehr, der die Lenneschiene aufwärts fährt, um die dort ansässigen Firmen zu beliefern, ist erheblich. Hier ist ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren notwendig, wenn die durch den Landesbetrieb ergänzten Unterlagen, im Januar/Februar 2022 vorliegen.“

Lösung für Hang muss möglich sein

„Hangsicherung: Durch die Flut im Juli 2021 wurde auch ein Hang im Bereich der B 236 an der Ortsdurchfahrt Nachrodt in Mitleidenschaft gezogen und muss gesichert werden.

Erste Maßnahmen werden zurzeit durchgeführt. Für einen Teil der Sicherung ist jedoch eine Vollsperrung im nächsten Jahr vorgesehen. Die Hangsicherung an der B 236 muss vorangetrieben werden und auch nach Abschluss der jetzt stattfindenden Arbeiten eine Lösung dafür gefunden werden, die Straße beidseitig befahrbar zu machen. Es kann nicht sein, dass hier auf unabsehbare Zeit eine zweite Ampelregelung den Ort lahmlegt.

Oberstes Ziel: Baustelle so schnell wie möglich auflösen

Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde hatte ein Gespräch mit einem Geologen aus der Schweiz, der die Gemeinde in ähnlichen Fällen beraten hat. Dieser ist der Auffassung, dass es auch eine andere Lösung geben muss, um den Felsen zu sichern. Hier wäre es wünschenswert, wenn der Landesbetrieb eine zweite Meinung einholen würde.

Oberstes Ziel muss sein, die Baustelle so schnell wie möglich komplett aufzulösen. Sollte die Vollsperrung zur Entfernung des Überhangs nicht stattfinden, wie Herr Berg dies der Presse gegenüber erklärte, kann es nicht sein, dass an dieser Stelle die Einspurigkeit bestehen bleibt. Hier muss ganz dringend für Entlastung gesorgt werden.“

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