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A45-Umleitung: Vollsperrung der B236 - so soll es laufen

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz mit den Plänen für die Vollsperrung.
Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz mit den Plänen für die Vollsperrung. © Fischer-Bolz, Susanne

Am 26. März beginnt die Vollsperrung der B236. Jetzt ist klar, wie der Verkehr laufen soll. Wenn er denn läuft. Eine Ampelschaltung ist der Haupt-Knackpunkt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Ab dem kommenden Samstag, 26. März, geht nichts mehr auf der Bundesstraße 236. Dann wird die wichtige Verbindungsachse durch das Lennetal zwischen ehemals Rastatt und Böhland für rund vier Monate komplett gesperrt. Der Landesbetrieb Straßen.NRW lässt eine Felsnase sprengen.

Den Bürgern in der Doppelgemeinde werden mit der Sperrung erneut längere Fahrtzeiten zur Arbeitsstelle zugemutet. Ob man bald überhaupt noch irgendwo hinkommt? Das ist die Frage, die sich manche Autofahrer dieser Tage wohl tatsächlich stellen.

„Die Leute sind sowieso auf 180. Es ist leider so, wie es ist. Da hat keiner wirklich Spaß dran“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Es gilt „durchhalten statt verzweifeln“. Und ja: Die Nachrodt-Wiblingwerder und alle, die ein Anliegen in der Gemeinde haben, dürfen die Ehrenmalstraße als Umleitung nutzen. Auch fahren dort alle Linienbusse.

Eine Höhenbegrenzung gibt es an der Ecke Dorfstraße.
Eine Höhenbegrenzung gibt es an der Ecke Dorfstraße. © Fischer-Bolz, Susanne

Der Hauptknackpunkt dürfte eine Ampelschaltung werden. Die jetzige Brückenampel – vom Amtshaus aus gesehen – wird vorverlegt und mit einer Ampel am „Eingang“ zum Langenstück geschaltet. Der Anliegerverkehr, der in beiden Richtungen über die Ehrenmalstraße geführt wird, darf sich aufgrund der Enge in den Mini-Serpentinen nicht begegnen. Denn wenn sich beispielsweise zwei Linienbusse in Höhe des Bestattungsunternehmens Kruse gegenüberstehen würden, könnte es nicht mehr vor- und zurückgehen. Damit der Verkehr abfahren kann, gelten Rotphasen von etwa drei Minuten. Das dürfte in Stoßzeiten zu einer erheblichen Dauer-Wartezeit führen.

„Wir können den Durchgangsverkehr nicht verkraften“

„Wir können einen Durchgangsverkehr, der in Nachrodt nichts zu suchen hat, auf der Ehrenmalstraße nicht verkraften“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz. Das Ordnungsamt, aber auch der Bezirksbeamte Jörg Bielefeld werden „regelmäßig und mit Augenmaß“ Kontrollen durchführen.

Der Lkw-Verkehr wird großräumig umgeleitet. Die U11 führt aus Richtung Altena nördlich in Richtung Iserlohn und verläuft über die B236, L698, L683 über Ihmert, L888, L648 und die L743 in Iserlohn. Die südliche Richtung von Iserlohn nach Altena wird dementsprechend als U12 über dieselbe Strecke geführt. Für den Fall, dass sich dennoch ein Lastwagen „verirrt“, werden zwei Höhenbegrenzungen aufgebaut: an der Ehrenmalstraße/Wiblingwerder Straße/Ecke Dorfstraße und kurz vor der Brückenampel, Ecke von Bodelschwingh-Straße. Dort gibt es dann die Möglichkeit zu wenden.

An der Einmündung zur Werkssiedlung wird eine Ampel aufgebaut.
An der Einmündung zur Werkssiedlung wird eine Ampel aufgebaut. © Fischer-Bolz, Susanne

Für die komplette Ehrenmalstraße gilt ein absolutes, beidseitiges Halteverbot. Die Dorfstraße wird zur Einbahnstraße, man darf nur von oben nach unten – und schließlich an der B236 nur rechts abbiegen. Bringen Eltern ihre Kinder zur Schule, können sie ihre Schützlinge an der Dorfstraße aussteigen lassen, sodass die Kinder direkt auf dem Bürgersteig auf der richtigen Seite sind und nicht mehr die Straße queren müssen. Die Sicherheit der Schulkinder ist das wichtigste Thema, wird doch der Verkehr an der Grundschule vorbei geführt.

Gucken, wie es läuft

Und sonst? Die Bushaltestellen im gesperrten Bereich entfallen zwischen dem scharfen Eck und der Sparkasse. Es gibt eine Ersatzhaltestelle Sparkasse. „Wir müssen jetzt schauen, wie es funktioniert“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Nach der ersten Vollsperrungs-Woche gibt es eine Besprechung der Verkehrssituation, an der Vertreter von Straßen.NRW, Polizei und Gemeindeverwaltung teilnehmen. Besser laufen könnte auf jeden Fall schon mal die Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen. Die Gemeinde hatte sich gewünscht, dass aufgrund der besonderen Situation ein Schild „No trucks“ in Höhe des Adlers in der Nahmer aufgestellt wird. „Daraufhin wurden wir von der zuständigen Mitarbeiterin belehrt, dass es kein offizielles Verkehrszeichen ist.“ Die Iserlohner Verwaltungskollegen waren beim Thema Honsel dagegen gern bereit zu helfen.

400 Lkw-Ladungen

Unterdessen hat Bürgermeisterin Birgit Tupat den Sprengplan für den Kummer-Felsen gesehen. „Da waren Zahlen drin, da glaubt man, dass die Zugspitze abgetragen wird“, sagt Birgit Tupat. Die Planungen des Landesbetriebes Straßenbau NRW sehen vor, den Felsen mit mehreren kleineren Sprengungen abzutragen. Die zu bewegende Felsmasse beträgt mehr als 400 Lkw-Ladungen.

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