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82 Geflüchtete aus der Ukraine leben in Nachrodt-Wiblingwerde

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Beim Begegnungscafé können sich neue und alte Nachrodter kennenlernen. Die nächste Ausgabe findet am Donnerstag, 4. August, erstmals in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG) Nachrodt an der Wiblingwerder Straße 3 statt.
Beim Begegnungscafé können sich neue und alte Nachrodter kennenlernen. Die nächste Ausgabe findet am Donnerstag, 4. August, erstmals in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG) Nachrodt an der Wiblingwerder Straße 3 statt. © Wiechowski, Jona

Der Russland-Ukraine-Krieg beschäftigt die Menschen auch hier vor Ort weiterhin. Nach wie vor kommen Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet auch nach Nachrodt-Wiblingwerde.

Für diese hat die Doppelgemeinde zusätzlich 23 Wohnungen angemietet, erklärte Sabrina Lippert von der Gemeinde kürzlich im Sozial- und Kulturausschuss, der in der Sekundarschule tagte.

Die 19 bewohnbaren Wohnungen seien alle belegt. Vier wurden zuletzt noch renoviert und anschließend möbliert, so Lippert. Insgesamt leben in diesen Wohnungen 69 Personen. „Zusätzlich sind 13 Personen privat untergebracht.“ Von den insgesamt 82 Geflüchteten aus der Ukraine, die aktuell in der Gemeinde leben, sind acht Kinder unter sechs Jahre und 29 schulpflichtige Kinder (ab August 2022). Die Schulanmeldungen hätten bereits stattgefunden oder seien terminiert.

110 Personen mit Fluchthintergrund

Aktuell leben insgesamt 110 Personen mit Fluchthintergrund in der Doppelgemeinde – davon ausgenommen sind alle Ukrainer. „Davon sind 17 Personen noch im laufenden Asylverfahren, 15 Personen geduldet und 78 haben eine Aufenthaltserlaubnis oder sind mit einem Visum als Familiennachzug hierher gezogen“, hieß es im Bericht über die aktuelle Flüchtlingssituation. Von den Personen im laufenden Verfahren sind elf Männer, zwei Frauen und drei Kinder. Bei den geduldeten Personen sind es drei Männer, drei Frauen und fünf Kinder.

Erfreulich: „Alle Kinder besuchen die Schule oder den Kindergarten“, erklärte Lippert in ihrem Bericht. Zum Teil seien die Kinder für das kommende Kindergartenjahr angemeldet.

Fünf Geflüchtete erwirtschaften Unterhalt komplett selbst

Von den Geflüchteten im Asylverfahren erwirtschafteten fünf ein eigenes Einkommen, das ausreiche, um selbst für den Lebensunterhalt aufzukommen. Sie erhalten somit keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Vier von diesen Menschen wohnen bereits in privat angemieteten Wohnungen. Einer erstattet der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde seine Unterkunftskosten, ging aus dem Bericht hervor.

Lippert erklärte, dass die fünf Männer, die aktuell einer Beschäftigung nachgingen, alle direkt bei einem Unternehmen angestellt seien, zum Teil in Vollzeit. Von den Geduldeten gingen derzeit zwei Männer einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Die Wohnraum-Situation

„Derzeit hat die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde 13 Wohnungen für Flüchtlinge angemietet“, war dem Bericht von Lippert zu entnehmen. Aktuell seien alle davon bewohnt – die letzte wurde erst noch Anfang dieses Monats bezogen. Angemietet seien die Wohnungen von der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Nachrodt-Wiblingwerde, den Walzwerken Einsal und der Domizil Wohnungsverwaltung in Lüdenscheid.

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