Diverse Spendenaktionen

69.000 Euro an Spenden für Nachrodter Hochwasser-Opfer

Spenden für Hochwasser-Opfer
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Heftige Regenfälle haben für Schlammlawinen und Überflutungen gesorgt. Viele Betroffene sind jetzt auf Spenden angewiesen.

Die Hilfsbereitschaft ist riesig: Knapp 70.000 Euro sind bereits bei diversen Spendenaktionen für die Betroffenen in Nachrodt-Wiblingwerde zusammengekommen. In Bezug auf die Soforthilfe des Landes gibt es Verunsicherung.

44 000 Euro sind als Spenden auf dem Sparkassenkonto eingegangen, 25 000 Euro bei der Crowdfunding-Aktion der Stadtwerke Iserlohn. Das Geld für die Unwetter-Opfer in Nachrodt-Wiblingwerde soll zusammengeführt und gerecht verteilt werden.

Auch das Geld, das die katholische Kirchengemeinde für die Betroffenen der Doppelgemeinde gesammelt hat, wird wahrscheinlich hinzukommen. „Wir sind mit Frau Schnell in Kontakt“, sagt Kämmerin Gabriele Balzukat. Wie viel Unterstützung die Familien bekommen können, hängt natürlich von der Zahl der Bedürftigen ab.

Meldung an Gemeinde unabhängig von Soforthilfe-Antrag

Die Verwirrung ist bei einigen Flutopfern offensichtlich groß. Wo muss was hingeschickt werden? Kämmerin Gabriele Balzukat klärt auf: „Die Meldung bei der Gemeinde ist völlig unabhängig von den anderen Formularen.“

In der vergangenen Woche hatte die Gemeinde an die Flutopfer appelliert, ihre Schäden schnellstmöglich der Gemeinde zu melden, damit diese Hilfen organisieren kann. „Dabei geht es darum, dass wir das Geld, das auf unserem Spendenkonto ist, an die richtigen Adressen weiterleiten. Das hat absolut nichts mit den Soforthilfen des Landes zu tun“, betont Gabriele Balzukat.

Verunsicherung wegen Versicherung

Für die Soforthilfe des Landes haben sich bislang nur vier Unwetter-Opfer gemeldet. „Viele haben noch Fragen, die sie per Mail geschickt haben und die ich noch beantworten werde“, sagt Gabriele Balzukat.

Bei der Soforthilfe des Landes müssen die Unwetter-Opfer unterschreiben, dass sie keine Versicherungsleistung bekommen. „Aber das wissen viele noch gar nicht und sind deshalb verunsichert, was ich gut verstehen kann“, meint Gabriele Balzukat.

Nachbarschaftshilfe bietet Ausdrucke an

Natürlich wisse sie, dass die Bürokratie gerade in diesen Zeiten lästig sei, aber dennoch müssen für die Hilfen die Anträge ausgefüllt werden.

Einen Service bietet die Nachbarschaftshilfe „Nachrodt-Wiblingwerde hilft“ für Bürger, die keinen Drucker zur Hand haben: Sie gibt Antragsvordrucke für die Soforthilfe aus, die Flut-Betroffene beim Land beantragen können. Wer momentan nicht über die Möglichkeit verfügt, Dokumente auszudrucken, kann ausgedruckte Antragsformulare bei der Nachbarschaftshilfe bekommen. Auch bei Fragen versuchen die Helfer, bestmöglich zu unterstützen.

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