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40 Meter hoher Mobilfunkmast

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Noch in diesem Jahr soll der Funkmast in Betrieb gehen
Noch in diesem Jahr soll der Funkmast in Betrieb gehen © Privat

„Nachrodt-Opperhusen 30“ heißt der Mobilfunkmast, der an der B 236 gegenüber von Glas Nielsen errichtet wird. Die Deutsche Funkturm GmbH Dortmund realisiert das Bauvorhaben für die Telekom. Der Schleuderbetonmast wird 40 Meter hoch.

Nachrodt-Wiblingwerde – Ziel ist die Verdichtung des Netzes der deutschen Telekom, wobei die Versorgung der Bundesstraße im Fokus steht, davon also im wesentlichen der Verkehr – auch der Bahnverkehr – profitieren wird. Von einem Funkloch ins nächste, ist im Sauerland immer noch an vielen Stellen alltäglicher Kummer.

Wann die Funktechnik sendet, ist noch nicht bekannt

Der Mast wird Ende August an die Telekom übergeben, wie Thomas Esther, Leiter der Deutschen Funkturm in Dortmund, berichtet. Wann der Mobilfunkmast in Betrieb geht, wann die Funktechnik sendet, ist noch nicht bekannt. „Aber sicher noch in diesem Jahr“, sagt Thomas Esther. Und: Zwei Kilometer weiter in Höhe Einsal soll ein zweiter Mobilfunkmast aufgestellt werden, wahrscheinlich im Juli. Die Baugenehmigung liegt vor. Dieser trägt dann den Namen „Nachrodt-Wiblingwerde 20“, wobei die Kennzahl nichts mit der tatsächlichen Anzahl der Masten in der Gemeinde zu tun hat. Auch in Einsal soll ein Schleuderbetonmast entstehen.

Mast ist widerstandsfähig

„Die Entscheidung, ob Beton oder Stahlgitter liegt bei der Unteren Naturschutzbehörde“, berichtet Thomas Esther. Auch auf einem Schleuderbetonmasten befindet sich oben ein Stahlaufsatz, an dem die Antennen angeschraubt werden. Der Betonmast habe aber den Vorteil, dass er relativ klein und kompakt sei. Zudem seien diese Masten gegenüber Vandalismus und Brandeinwirkung äußerst widerstandsfähig, resistent gegen extreme Schwingungen und aggressive Umwelteinflüsse wie Frost oder salzhaltige Meeresluft. Letztere ist im Sauerland eher unwahrscheinlich.

Vier Abschnitte

Bis zur Fertigstellung eines Mobilfunkstandortes werden vier Abschnitte durchlaufen, die in Summe etwa 24 Monate dauern. Dabei werden die Prozessschritte „Standortsuche“ (Akquisition von Grundstücken), „Standortsicherung“ (Vorbereitung des Bauantrags), „Baugenehmigungsverfahren“ (Erlaubnis zu bauen) und „Realisierung der Infrastruktur“ (Baubeginn) unterschieden.

Vorgaben der Bundesnetzagentur

Laut Bundesnetzagentur müssen bis Ende 2022 jeweils 98 Prozent der Haushalte je Bundesland und alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege mit mindestens 100 Mbit/s versorgt sein. Bis Ende 2024 sollen alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s, alle Landes- und Staatsstraßen, die Seehäfen und wichtigsten Wasserstraßen und alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden.

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