34-Jährige betrügt die Arge um 12 500 Euro

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Eine Lüge hatte einer 34-jährigen Nachrodt-Wiblingwerderin zu Unrecht gezahlte Arge-Leistungen von knapp 12 500 Euro eingebracht. Am Dienstag musste sich die Frau vor dem Altenaer Amtsgericht dem Vorwurf des Betruges stellen, und kassierte eine achtmonatige Bewährungsstrafe.

Gegenüber der Arge soll die Angeklagte angegeben haben, von ihrem Mann getrennt zu leben. In Wahrheit war der Gatte jedoch nie aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, weshalb das Paar – unabhängig vom Beziehungsstatus – als Bedarfsgemeinschaft einzustufen war. Trotz des Einkommens des Mannes und zusätzlicher Einnahmen der Angeklagten durch Verkäufe in einem Internet-Auktionshaus hatte die Frau in der Zeit zwischen November 2009 und August 2010 zusätzlich etwa 12 500 Euro Grundsicherung von der Arge eingestrichen. Darüber hinaus hatte die Nachrodt-Wiblingwerderin in einem Arbeitsverhältnis gestanden.

Vor Gericht gab die Frau am Dienstag an, sie habe sich tatsächlich von ihrem Mann getrennt. Der habe aber weiter in der Wohnung gelebt, was sie der Arge auch mitgeteilt habe. Bezüglich des Arbeitsvertrages erklärte die 34-Jährige, dass sie erst jetzt wisse, dass ihr damit keine Leistungen mehr zustehen. Schließlich brachte sie es aber doch noch auf den Punkt: „Klar war es ein Betrug. Davon kann ich mich jetzt nicht irgendwie freisprechen.“ Die bereits einschlägig vorbestrafte Frau akzeptierte schließlich die vom Gericht verhängte achtmonatige Bewährungsstrafe sofort. „Vielleicht waren Sie ein bisschen blauäugig, aber so geht es einfach nicht”, erklärte Richter Dirk Reckschmidt in seiner Begründung des Urteils. ▪ jape

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