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24-Stunden-Übung „wird rocken“

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Jugendfeuerwehr – hier nur ein Teil – freut sich riesig auf das Wochenende.
Die Jugendfeuerwehr – hier nur ein Teil – freut sich riesig auf das Wochenende. © sanna

Das wird spannend: Die Jugendfeuerwehr löscht am Wochenende Brände und sucht Personen in gesamten Gemeindebezirk.

Nachrodt-Wiblingwerde – Das werden aufregende 24 Stunden für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr: Am Freitag und Samstag, 16. und 17. Dezember, werden sie einen Containerbrand löschen, zu einem Kellerbrand ausrücken, bei einem Verkehrsunfall die Retter sein und bei einer Personensuche eingesetzt. Wo genau und in welchem Ausmaß dies alles stattfinden wird und ob vielleicht noch die Drehleiter oder die Drohne zum Einsatz kommen, wird noch nicht verraten. Wohl aber: „Das wird schon richtig rocken“, verspricht Sven Lüno eine 24-Stunden-Übung vom Allerfeinsten.

Übernachtung und Spende

Dass die 16 Nachwuchs-Feuerwehrfrauen und -männer auch im Gerätehaus Wiblingwerde übernachten, wo es Schlafsäcke, Isomatten und Feldbetten gibt, versteht sich von selbst. Die Sparkasse überreicht am Freitag auch eine Spende für neue Sweatjacken, wie Sven Lüno erzählt. Er ist stellvertretender Leiter der Jugendfeuerwehr und hat das 24 Stunden-Spektakel mit seinem Team – darunter Chef Marco Hertrampf, Timon Plautz, Gabriel Undiz, Marvin Schmidt, Sascha Panne, Leonie und Svenja Lüno – organisiert. Mittlerweile gibt es längst eine Warteliste bei der Jugendfeuerwehr. Natürlich gilt der Blick dabei zunächst der Kinderfeuerwehr. Wie viele Kinder rücken auf? „Als Quereinsteiger versuchen wir immer, zwei bis drei Jugendliche im Jahr aufzunehmen“, erzählt Sven Lüno. Das Interesse mitzumachen, ist groß. Die jungen Leute kommen aus Nachrodt und Wiblingwerde gleichermaßen, sind zwischen zehn und knapp 18 Jahre alt. Denn mit 18 werden die Jugendlichen offiziell überstellt, also dürfen in den aktiven Dienst der Feuerwehr, wo sie schon mit 16 mitlaufen können. „Sie werden von uns weitestgehend so vorbereitet, dass sie dann sofort in die Grundausbildung können“, sagt Sven Lüno.

Besuch im Lasermaxx

Während der „24 Stunden-Übung“ werden Einsätze im gesamten Gemeindegebiet realitätsnah abgearbeitet. Und weil man bei all den feuerwehrtechnischen Aufgaben auch mal eine Pause benötigt, steht auch noch ein Besuch im Lasermaxx in Lüdenscheid an. „Es ist wie Räuber und Gendarm“, ist sich Sven Lüno sicher, dass es den Jugendlichen richtig viel Spaß machen wird. „Laser Tag“ ist ein Spiel, bei dem mehrere Spieler versuchen, verschiedene Aufgaben auf einem speziellen Parcours oder in mehreren Räumen zu erfüllen. „Das hatten wir vor Corona schon gebucht, konnten es aber ja nicht machen.“

Einmal hoch hinaus

Übrigens: Die Drehleiter haben die jungen Leute schon kennengelernt. „Einmal im Jahr geht es bei der Jugendfeuerwehr hoch hinaus“, sagt Sven Lüno. Er selbst wagt sich bis zu einer Höhe von zehn Metern. „Bis dahin ist es in Ordnung“, schmunzelt Sven Lüno, „man darf auch Höhenangst haben bei der Feuerwehr.“ Er schläft jetzt schon mal vor, denn er ist sich sicher, dass die Betreuer am Freitag/Samstag nicht zur Ruhe kommen werden. Zum Finale steht der Jahresabschluss an, bei dem ein neuer Obmann gewählt wird. Das ist der „Klassensprecher“ der Jugendfeuerwehr. Aktuell ist es Leonie Lüno, die den Job in den vergangenen vier Jahren gemacht hat, jetzt aber 18 Jahre alt geworden ist und nicht mehr zur Verfügung steht. Sie wechselt zu „den Großen“, bleibt aber als Jugend-Betreuerin.

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