16-Jährige lernt Ungarisch im Land der Magyaren

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Koffer packen für Budapest. Die 16-jährige Maria Schneider aus Nachrodt nimmt an einem Schüleraustausch teil. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Für Maria Schneider aus Nachrodt ist ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen: Gemeinsam mit anderen Schülern des Burg-Gymnasiums Altena (BGA) nimmt sie derzeit an einem Schüleraustausch in Budapest teil.

Die 16-Jährige interessiert sich nicht nur für Land und Leute, sie ist vielmehr auch an fremden Sprachen interessiert. Und ein wenig Ungarisch kann sie auch schon. „Na, ja, nicht ganz so doll“, bekennt sie. Aber es wäre ausreichend, um im ungarischen Alltag zu überleben.

Ihre ersten sprachlichen Grundkenntnisse erhielt sie von einer Schülerin des Kossuth Lajos Gimnáziums in Budapest. Diese junge Frau war im vergangenen Jahr im Rahmen des Schüleraustausches in Nachrodt und dort bei der Familie Schneider untergebracht. Nun ist der Gegenbesuch angesagt. In Budapest wird sie allerdings nicht nur ihre Freundin aus dem Vorjahr wieder sehen, sondern alle anderen deutschen und ungarischen Schüler, die an dem Austausch beteiligt sind.

Initiiert wurde die Aktion von dem Pädagogen Heinz Scholl, der in früheren Jahren am BGA tätig war, dann aber zum Kossuth Lajos Gimnázium wechselte. Er sorgte dafür, dass beide Schulen eine Partnerschaft eingingen und begann mit der Einrichtung des Schüleraustausches. Das war 1989. Diesen Austausch gibt es seitdem ununterbrochen.

Nun ist auch Maria Schneider dabei. Voller Vorfreude auf die Hauptstadt Ungarns hat sie ihren Koffer gepackt. Sprachen und insbesondere der Umgang damit – Maria Schneider schreibt selbst Kurzgeschichten interessieren sie sehr. Sie erlernt daher derzeit auf dem BGA Englisch, Latein und Spanisch. Und nun soll Ungarisch hinzukommen. „Ich habe mir aber trotzdem vorsichtshalber mal einen Sprachführer gekauft“, so die 16-Jährige lachend. „Man weiß ja nie“.

In Budapest wird es einiges zu sehen geben. So wird Maria Schneider mit den anderen Schülern die Weite der Puszta geniessen, eine Tropfsteinhöhle besichtigen und das Parlament besuchen. Die Teilnahme an dem Schüleraustausch ist für die Teilnehmer freiwillig. Alle, die Budapest auf diese Art kennen lernen wollen, bekommen vorab jedoch einen „Crash-Kurs“ verpasst. „Das macht unser Lehrer Sebastian Jung“, erklärt Schneider. So sei es möglich, dass die Teilnehmer in nur sehr kurzer Zeit wenigstens ein paar sprachliche Grundkenntnisse mitnehmen können. Die BGA-Schüler werden in einzelnen Familien untergebracht. Es handelt sich in der Regel um solche Familien, deren Kinder ebenfalls an einem Austauschprojekt teilgenommen haben und im Gegenzug bei Nachrodter und Altenaer Familien untergebracht waren. Eine Woche lang wird sich Maria Schneider in Ungarns Metropole aufhalten. ▪ hb

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