Zukunftswerkstatt Wiblingwerde

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Melanie Heußner, Judith Kuhn und Rainer Nowak laden zur Zukunftswerkstatt ein.

Nachrodt-Wiblingwerde  Was soll mit dem alten Pfarrhaus passieren? Und was ist mit dem Küsterhaus? Die beiden Gebäude stehen im Mittelpunkt einer ungewöhnlichen Zukunftswerkstatt in Wiblingwerde.

Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Wiblingwerde will etwas bewegen, sich und das Dorf für die Zukunft neu aufstellen. Wie das genau aussehen soll, ist noch völlig offen. In den Entwicklungsprozess sollen die Wiblingwerder in Form einer Zukunftswerkstatt einbezogen werden. „Wiblingwerde soll auch in Zukunft lebenswert für Jung und Alt sein. Als Kirchengemeinde wollen wir unseren Beitrag dazu leisten“, erklärt Rainer Nowak, Vorsitzender des Wiblingwerder Presbyteriums.

 Begleitet wird der Prozess unter dem Titel „Zukunft für Wiblingwerde“ von der Stabsstelle Kultur und Entwicklung des Kirchenkreises Iserlohn sowie dem Institut für Kirche und Gesellschaft der westfälischen Landeskirche. Gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern und den Wiblingwerdern sollen für die kirchlichen Flächen und Gebäude neue Ideen entwickelt werden.

1000 Klappkarten werden verteilt.

 Im Mittelpunkt der Zukunftswerkstatt werden das alte Pfarr- und das Küsterhaus stehen. Beide Gebäude sind ungenutzt und in einem eher schlechten Zustand. „Unser Ausgangsanalyse hat bereits ergeben, dass eine Sanierung keinen Sinn macht und dass es einen Abriss geben wird“, erklärt Dr. Judith Kuhn vom Institut Kirche und Gesellschaft. Derzeit bereiten die beiden Gebäude und die Grundstücke der Kirchengemeinde nur Kosten und keinen Nutzen.

 „Das Pfarrhaus steht im Prinzip seit dem Auszug von Gerald Becker 2011 leer. Inzwischen ist auch das Küsterhaus leer. Die Küsterin ist noch da, allerdings umgezogen“, erklärt Rainer Nowak. Die Pflege der Objekte bindet Ressourcen und Kosten. „Im Rahmen der Zukunftswerkstatt wollen wir Ideen sammeln, was man mit den Grundstücken machen kann. Wir wollen das nicht über den Kopf der Wiblingwerder entscheiden, sondern gemeinsam überlegen“, erklärt Nowak. Vorstellbar sei vielleicht ein Mehrgenerationenwohnen oder seniorengerechte Wohnungen. 

„Die Basis für die Zukunftswerkstatt bilden statistische Daten. Das heißt, es wird im Vorfeld genau ermittelt, was für Menschen in Wiblingwerde leben, wie sich die Demografie entwickelt, was es schon gibt und welche Bedarfe es gibt“, erklärt Judith Kuhn und betont, dass der Prozess völlig ergebnisoffen sei. Zum Auftakt der Planungen gibt es erst einmal eine kleine Umfrage. Die Presbyter verteilen in den kommenden Tagen insgesamt 1000 Klappkarten an die Wiblingwerder Haushalte. 

Mithilfe der Fragebögen soll eine erste Analyse erfolgen. „Wenn sich viele daran beteiligen, bekommen wir ein erstes aussagekräftiges Bild“, sagt Melanie Heußner von der Stabsstelle Kultur und Entwicklung des Kirchenkreises. Bis zum 1. September können die Fragebögen zurückgeschickt werden. Unter www.kirche-wiblingwerde.de kann der Fragebogen zudem online ausgefüllt werden. 

Die Auftaktveranstaltung zur Zukunftswerkstatt findet am Samstag, 12. September, ab 10 Uhr im Wiblingwerder Gemeindehaus statt. Wer möchte, ist willkommen mitzuarbeiten. Dann wird auch schon ein Architekt vor Ort sein, der hilft, die Machbarkeit von verschiedenen Szenarien zu bewerten. Finanziert wird das Projekt unter anderem mit Mitteln aus dem Förderprogramm Leader. Wenn alles gut geht, wird es bereits im Herbst eine Lösung geben.

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