43-Jährige mit Atemalkohol

Lebensgefahr nach Unfall auf der L561

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Herscheid - Bei der Kollision vor einer Tankstelle bei Herscheid ist am Samstagabend die Fahrerin eines Mazda lebensgefährlich verletzt worden. Ein 20 Jahre alter Mann wurde leicht verletzt. 

Die Fahrerin eines Mazda 2 fuhr auf der L561 in Richtung Plettenberg, als sie nach links auf das Tankstellengelände abbiegen wollte. Dabei übersah sie den entgegenkommenden Fahrer eines VW Golf. Wie schnell dieser war, vermochte die Polizei nicht einzuschätzen, erlaubt sind maximal 60 Kilometer pro Stunde. Hinweise auf eine höhere Geschwindigkeit ließen sich bei der Unfallaufnahme nicht erkennen. 

Doch auch dieses Tempo reichte, um beide Fahrzeuge nach dem Zusammenstoß 38 Meter weit zu katapultieren. Sowohl die 43-jährige Mazda-Fahrerin als auch der 20 Jahre alte Golf-Fahrer wurden nach Lüdenscheid bzw.  Plettenberg ins Krankenhaus gebracht. Die Frau soll so schwer verletzt sein, dass von Lebensgefahr auszugehen ist.  

20.000 Euro Sachschaden

Es entstand erheblicher Sachschaden: Etwa 5000 Euro an dem japanischen Kleinwagen, 15.000 Euro am VW, taxiert die Polizei das Szenario. Das dürfte für beide Autos Totalschaden bedeuten. 

Zunächst wurde an der Einsatzstelle geprüft, ob die Witterungsverhältnisse einen Einfluss auf das Unfallgeschehen gehabt haben könnten, immerhin herrschten Minusgrade. Doch das hat nach Erkenntnissen der Beamten keine Rolle gespielt. Schon eher der deutlich vernehmbare Alkoholgeruch im Auto der 43-jährigen Frau. Die Polizei hat eine Blutprobe angeordnet und den Führerschein einkassiert. 

Unklar ist, aus welchem Grunde die Frau in die Tankstelle abbiegen wollte, denn diese war zum Unfallzeitpunkt bereits eine Stunde geschlossen. Glück für den Betreiber: Schäden an der Tankstelle waren nicht erkennbar, obgleich einige der umherfliegenden Fahrzeugteile durch die Wucht des Aufpralls auch diese erreicht haben. 

Keine Lebensgefahr

Wie schwer die Verletzungen der beiden Unfallbeteiligten sind, konnte die Polizei am Abend nicht genau sagen, Lebensgefahr bestand aber eindeutig nicht. Zunächst hieß es bei der Alarmierung um 21.04 Uhr, eine Person sei eingeklemmt. Das bestätigte sich so nicht, bei Eintreffen der Feuerwehr hatte der Rettungsdienst die Fahrerin aus dem Mazda bereits herausgeholt. 

Im Einsatz waren etwa 30 Einsatzkräfte der Löschgruppen Herscheid und Hüinghausen. Die hatten genug auch so genug zu tun: Sie mussten große Mengen Kraftstoff, Kühlwasser und Motoröl der Unfallwagen beseitigen und auch die Einsatzstelle für die Polizei ausleuchten. Die L561 blieb für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt.

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