Magische Zirkel tritt in Reblin im Jagdhaus Weber auf

Zaubershow klärt Mordfall auf

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Das Publikum wurde in das Programm mit einbezogen und testete das Können der Magier.

Herscheid - „Ausgetrickst …ziemlich zügig!“ – unter diesem Motto gab es am Wochenende eine bahnbrechende Zaubershow ohne Entgleisung und das mitten im Rebliner Jagdhaus Weber. Die drei Magier Arnd Clever, Thorsten Rosenthal sowie Gastgeber Harald „Harry“ Weber versprachen eine Vielzahl an zauberhaften Momenten während ihrer Show, die sich diesmal rund um die Deutsche Bahn drehte und das Publikum unter anderem einen Mordfall im Orientexpress aufklärte.

„Die einzigen Züge, die heute Abend entgleisen, sind die Gesichtszüge von Ihnen, liebe Zuschauer“, begrüßten die drei Magier ihre „Passagiere“. „Seit dem Frühjahr steht unser Thema fest. Die Bahn in einer Zaubershow zu thematisieren ist durchaus etwas Besonderes und diesbezüglich kann man ja viele Klischees auf die Schippe nehmen. Eine solche Veranstaltung kannten wir bislang noch nicht“, verwiesen die Künstler auf ein zumindest in der Region einmaliges Angebot. Und so nahmen sie die Besucher der beiden Ausgetrickst-Abende mit auf eine höchst abwechslungsreiche Reise inklusive magievoller Auftritte auf der Bühne. „Die Schaffner müssen schließlich auch im richtigen Zug für Stimmung sorgen“, erklärten die drei Mitglieder des Magischen Zirkels, bevor sie endgültig anfingen, ihre Zauber-stäbe zu schwingen.

Um die „Bordunterhaltung“ kümmerte sich zu Beginn Arnd Clever, der zusammen mit einer jungen Assistentin aus dem Publikum eindrucksvoll zeigte, was man mit vier einfachen Metallringen alles anstellen kann. Sein Bühnenkollege Thorsten Rosenthal schnappte sich ebenfalls ein „Opfer“ aus den Zuschauerreihen und brachte ihm innerhalb weniger Minuten mehrere verblüffende Zaubertricks mit ganz alltäglichen Gegenständen bei.

Die Zauberer schlüpften unter anderem in die Rollen von Sherlock Holmes, Miss Marple und Co.

„Zauberhaft ist ja auch, wenn etwas Unwahrscheinliches passiert“, kündigte Harry Weber die eigene Vorführung an und faszinierte die Zuschauer mit seinen neuesten Kartentricks. Die Spannung steigerte sich dann noch einmal, als der „Orientexpress“ im beschaulichen Reblin eintraf und es plötzlich darum ging, einen heimtückischen Mordfall aufzuklären. Dabei verwandelte sich unter anderem Thorsten Rosenthal in Miss Marple und Arnd Clever schlüpfte in die Rolle von Sherlock Holmes. Mithilfe des Publikums wählten sie die mutmaßliche Tatwaffe, den Todeszeitpunkt und Mörder aus. Für jeden im Saal kaum zu glauben, aber tatsächlich zeigte eine anschließend ausgerollte Papierrolle – die sich seit dem Anfang der Show auf der Bühne befand – genau die von den Zuschauern ausgewählten Fakten rund um die ausgedachte Mordtat.

Diese mehr als erstaunliche Aufführung schien eigentlich nicht mehr zu toppen zu sein, doch auch nach der Pause, in der sich jeder am beliebten Schnitzelbuffet stärken konnte, ging es zauberhaft weiter. Harry Weber ließ wie auf Knopfdruck Uhren verschwinden und genauso schnell wieder auftauchen.

Eine spektakuläre „Luftballon-Signalanlage“ präsentierte Thorsten Rosenthal und stimmungsvoll wurde es bei Arnd Clever, der bewies, dass Musik ein eigenständiges Wesen und voller Wunder sein kann.

Doch das Künstler-Trio stand nicht alleine auf der Bühne: Denn für ihre verrückte Bahnreise hatten sie als charmante Zugbegleiterin die Sängerin Sarina Lal engagiert. Die Tochter von Kinderliedermacher Uwe Lal aus Schalksmühle ist selbst Berufsmusikerin und trat bereits Anfang der 2000er Jahre im Jagdhaus auf. „Hier war einer der Startpunkte für meine Karriere“, blickte die mittlerweile in Oldenburg lebende Künstlerin zurück. Zwischen den Zauberkunsttücken setzte sie sich an das Piano und bereicherte den Abend mit ihrem Gesang. Ihr musikalisches Können bewies Sarina Lal zum Beispiel mit dem Lied „Lieblingsmensch“ von Namika und „Fireflies“ von Owl City. Als sie gemeinsam mit den drei Zauberern den Song „Thank you for travelling with Deutsche Bahn“ rund um die Vorurteile des Bahnfahrens vortrug, stellte sie auch ihre humorvolle Seite unter Beweis.

„Nachdem unser Kollege Didian aus persönlichen Gründen leider ausgeschieden ist, wollen wir erst einmal zu dritt weitermachen und jedes Jahr einen besonderen Gast einladen“, sagte Arnd Clever zum veränderten Konzept der Show. Das Trio konnte sich an beiden Abenden über ein nahezu ausverkauftes Haus mit insgesamt knapp 200 Gästen freuen.

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