„So süß und so zart. Zu widerstehen ist einfach hart!“

Schokoladen-Konzert mit Christina Rommel begeisterte junge und ältere Besucher im Rathaus

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Christina Rommel versteht es, während ihrer besonderen Konzerte auch selbst Schokolade zu verteilen.

HERSCHEID - Kann ein Konzert ‚lecker’ sein? –Ja! Zumindest, wenn es sich um ein Schokoladenkonzert handelt. Solch ein Konzert der besonderen Art erlebten am Samstagabend rund 70 begeisterte Zuhörer im Bürgersaal des Herscheider Rathaus.

Pop-Sängerin Christina Rommel gastierte samt dreiköpfiger Band in der Ebbegemeinde, um dem Publikum nicht nur handgemachte Musik vorzutragen, sondern auch mit feinster Schokolade zu verwöhnen. 

Dafür stand ihr der Chocolatier Dirk Beckstedde zur Seite. In der hinteren Bühnenhälfte hatte Breckstedde Schmelzbecken, Überziehgitter sowie reichlich Rohmaterial’ aufgebaut und fertigte ‚Marc de Champagne’-Trüffel, während Rommel im vorderen Bühnenteil sang. 

„Herzlich Willkommen zum gemeinsamen Naschen“ begrüßte Rommel das Publikum im „kleinen Klub der Genießer“. Es folgte ein kurzweiliger Abend, der nicht nur alle Sinne des Publikums ansprach, sondern dieses auch vom ersten Moment an in die Show mit einbezog. 

„Ihr könnt mitschnipsen, mitklatschen, mit dem Fuß wippen; Hauptsache, es ist rhythmisch“ forderte Rommel auf. Immer enthusiastischer wurde das Publikum beim Schoko-Hit: am Anfang noch etwas zaghaft, später sang es voller Inbrunst „Schokolade“, nachdem Rommel den Refrain angestimmt hatte: „So süß und so zart. Zu widerstehen ist einfach hart! Verlier den Kampf mit jeder Waage. Egal, ich steh’ auf… - „Schokolade!“ 

So viel Einsatz wurde natürlich belohnt. Vier Mal reichten die Schokoladenmädchen Anna Bauckhage, Jana Funke und Shielan Hussein den Besuchern Kostproben. Dabei handelte es sich um flache Trüffel-Pecaré mit den Geschmacksrichtungen: Edelbitterschokolade mit Blattgold, Sahnenougat, mit einer Kirsch- und Chilli-Ganache sowie Espresso. Außerdem konnte man sich in der Pause am im Foyer aufgestellten Schokoladenbrunnen, sowie an den während des Konzerts gefertigten Trüffelpralinen bedienen. 

Auch wenn Rommels Lieder überwiegend nicht von Schokolade handelten, schmiegten sich diese wunderbar in die Thematik des Abends ein. Bezeichnete Rommel beispielsweise Schokolade als „Wegbegleiter und Heimat zum Mitnehmen“, folgte darauf der Song „Alte Fotos“ oder „Was ist dein Glück“, nachdem Schokolade als „greifbar und essbar gewordenes Glück“ tituliert wurde. 

Im Dialog zwischen den Liedern nahmen Rommel und Beckstedde das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt der Schokolade und vermittelten so ganz nebenbei etwas über Herkunft, Verbreitung und Wert des „braunen Golds“. Bereits vor 3500 Jahren wurde der Kakaobaum von den Olmeken im heutigen Mexiko genutzt. Hernán Cortés brachte 1528 den Kakao schließlich nach Europa. Als Zahlungsmittel, Medizin und Aphrodisiakum hat die Kakaobohne eine bewegte Vergangenheit hinter sich, von der die wenigsten wissen. 

Am Ende des Abends ernteten Rommel und Band reichlich Applaus, Chocolatier Beckstedde ein mehrstimmiges „Mhmm…“. Zum Abschied überreichte Kulturamtsleiter Frank Holthaus Rommel ein Frühstücksbrettchen mit Abbildung des Herscheider Spiekus. Was sie da wohl drauflegen wird? – Vermutlich ein Schokoladenbrot.

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