Senioren-Union unterstützt Amalie-Sievking-Haus und Seniorenzentrum

Würdiges Leben bis zuletzt ermöglichen

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Wolfgang Weyland (links) und Annerose Kober (2. von rechts) überreichten die Spenden an Sabine Große (2. von links), Heidrun Cordt (Mitte) und Anke Dahlhaus (rechts).

Herscheid – „Wir kriegen so viel zu sehen, wollen aber auch an die denken, denen es nicht so gutgeht.“ Mit diesen Worten beschreibt Wolfgang Weyland die Spendebereitschaft seiner Senioren-Union.

Das Sparschwein ist treuer Begleiter bei Veranstaltungen und Ausflügen; wann immer es herumgereicht wird, dann greifen die Senioren zu Futter, in Form von Scheinen und Münzen. Auf diese Weise sind im vergangenen Jahr stolze 1 800 Euro zusammengekommen. Dieses Geld überreichten in gleichen Teilen der Vorsitzende Wolfgang Weyland und dessen Stellvertreterin Annerose Kober an die Vertreter des Herscheider Seniorenzentrums und des Amalie-Sieveking-Hauses aus Lüdenscheid. 

Letztgenannte Einrichtung kommt bereits seit über zehn Jahren in den Genuss der Herscheider Spenden. Der damalige Leiter Peter Osterkamp hatte im Februar 2008 einen Vortrag über die Hospizarbeit bei einem politischen Frühstück gehalten. Menschenwürdiges Leben bis zuletzt, so lautete die Kernaussage seiner Ausführungen – diese Maxime gilt bis zum heutigen Tage im Amalie-Sieveking-Haus. 

Dass der Bedarf weiter steigend ist, darauf wies die aktuelle Einrichtungsleiterin Sabine Große hin. Die acht Betten seien durchgehend belegt; im letzten Jahr waren es über 115 Gäste im Hospiz. Der Einzugsbereich reiche über die Grenzen des südlichen Märkischen Kreises hinaus bis nach Dortmund und Siegen. „Die Verweildauer variiert zwischen zwei Stunden und drei Tagen“, erzählte Sabine Große, die von einer großen Herausforderung für alle Mitarbeiter sprach. 

Damit ist nicht nur die Begleitung der Gäste und der Angehörigen gemeint, sondern auch die Finanzierung der Hospizarbeit: 95 Prozent der Kosten werden von der Pflege- und Krankenkasse übernommen; die restlichen fünf Prozent werden durch Spenden aufgebracht. 

Ein großer Umbruch steht dem Sieveking-Haus in den kommenden Monaten bevor. Weil die Zimmer (laut Wohn- und Teilhabegesetz) in den jetzigen Räumlichkeiten an der Sedanstraße zu klein sind, ist ein Umzug an die Lüdenscheider Bonhoefferstraße geplant. Diese Kosten übernimmt der Träger, die Perthes-Stiftung. 

Neben dem Amalie-Sieveking-Haus erhält auch der Förderkreis des Herscheider Seniorenzentrums einen Teil der Spende. Geld, das dafür eingesetzt wird, um die Lebensqualität der Bewohner auf einem hohen Niveau zu halten, erklärte Einrichtungsleiterin Anke Dahlhaus. Sie erinnerte an die vielen Anschaffungen (zuletzt ein Massagesessel) und Aktivitäten, die dank des Förderkreises und der vielen Spender ermöglicht wurden.

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