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Wünsche für Nachnutzung der alten Grundschule: Musikschule und Bücherei

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Von: Dirk Grein

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Ortsbesichtigung der ehemaligen Grundschule: Die Gebäudeteile über und rechts der überdachten Pausenhalle sollen erhalten bleiben. Die älteren Gebäudeteile (links der Pausenhalle) werden nicht mehr benötigt; sie sollen zurückgebaut werden.
Ortsbesichtigung der ehemaligen Grundschule: Die Gebäudeteile über und rechts der überdachten Pausenhalle sollen erhalten bleiben. Die älteren Gebäudeteile (links der Pausenhalle) werden nicht mehr benötigt; sie sollen zurückgebaut werden. © Foto: Hochstein / Gemeinde Herscheid

Das Klettergerüst vor dem Gebäude ist verschwunden und umgesetzt worden. An den Wänden der Pausenhalle sind neue Schmierereien hinzugekommen. Doch ansonsten wirkt es rein äußerlich so, als habe sich an der alten Grundschule Herscheid wenig geändert. Das wird sich jedoch ändern – nach Möglichkeit noch in diesem Jahr soll der Teilrückbau beginnen.

Herscheid - Im Sommer 2021 sind Schüler, Lehrer und OGS-Mitarbeiter in das nur wenige Meter entfernte Bildungszentrum am Rahlenberg umgezogen. Seither nutzt nur noch der Betreuungsverein einige Räume der alten Grundschule, andere hingegen sind schlicht Lagerfläche oder stehen leer. Sie spielen in der langfristigen Planung keine Rolle mehr.

Nach dem Bau der Aula und der Sanierung der Hauptschule widmet sich der dritte Bauabschnitt des Bildungszentrums genau diesem Part: dem Rückbau der alten Grundschule und der Umgestaltung der entstehenden Freifläche. Entsprechende Fördermittel hat die Gemeinde bereits beantragt. Sobald der Förderbescheid im Rathaus eingeht, soll die Umsetzung konkretisiert werden.

Möglicherweise liegt dieser Bescheid jedoch erst im Sommer vor: Das Land NRW kann die Städtebaufördermittel erst dann freigeben, wenn in Berlin der Bundeshaushalt beschlossen wurde.

Bürgermeister Uwe Schmalenbach brachte in der Sitzung des Herscheider Schulausschusses die Hoffnung zum Ausdruck, die Maßnahme im Sommer starten zu können. Bei einer Besichtigung vor Ort sah er sich mit den Ausschuss-Mitgliedern die Räumlichkeiten an, die weiterhin genutzt werden sollen. Dies betrifft den neueren Teil der alten Schule: Gemeint ist der Trakt oberhalb der offenen Pausenhalle sowie die Räume rechts davon.

Mobiliar abgegeben

Ein Teil der Stühle und Tische, die nicht mehr für die Grundschule Rahlenberg benötigt werden, haben eine neue Heimat in Schalksmühle gefunden. Dort hatte im Oktober ein Brand schwere Schäden in der Primusschule angerichtet. Doch längst nicht das gesamte Mobiliar aus Herscheid bleibt in der heimischen Umgebung. Auf Anraten des Schulausschuss-Mitglieds Julien Eichhoff (ÖDP) hat die Gemeinde Kontakt aufgenommen zu der Projekthilfe Gambia. Dieser Verein betreibt in mehreren in Dörfern des westafrikanischen Landes unter anderem eine Buschklinik sowie Kindergärten. Noch warte die Gemeinde auf eine Antwort des Vereins, ob Bedarf an Schulmobiliar besteht.

Diese befinden sich in einem guten Zustand: Dank der regelmäßigen Investitionen der Gemeinde in den letzten Jahren seien keine größeren Sanierungen notwendig. Lediglich Brandschutzvorkehrungen müssten getroffen. Auch der Durchgang zur neuen Grundschule soll wieder ermöglicht werden. „Eventuell könnten dann die sanitären Anlagen im Neubau genutzt werden“, erklärte Schulleiterin Heike Zilinski, die ebenfalls an der Sitzung teilnahm.

Sabine Plate-Ernst, Kämmerin und Fachbereichsleiterin Schule, betonte, dass die Kosten für die Instandsetzung der alten Grundschulräume nicht Bestandteil des Förderprojektes Bildungszentrum sei. Diese Kosten muss die Gemeinde Herscheid also aus Eigenmitteln aufbringen.

Doch was soll mit dem erhaltenswerten Teil der Schule geschehen? Der Betreuungsverein der Grundschule soll die Räume weiter nutzen. Außerdem, so verriet der Bürgermeister, sei denkbar, dass die Gemeindebücherei aus dem Rathaus zum Rahlenberg umzieht. Wünschenswert sei, dass zudem eine Musikschule mit in das Gebäude einzieht; hier will die Gemeinde Gespräche mit Interessenten führen.

Nach dem Aus der Hauptschule im Sommer 2014, das letztlich zum Bau des Bildungszentrums führte, habe man dann eine multifunktionelle Einheit, die Kinder- und Erwachsenenbildung (durch die VHS) sowie Freizeit- und Kulturmöglichkeiten (in der neuen Aula) verbinde, da waren sich die Ausschussmitglieder einig.

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