Worauf beim Umgang der Kinder mit modernen Medien geachtet werden sollte

Die Elternrolle 4.0

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Nicht nur zahlreiche Eltern, sondern auch die Lehrer der Grundschule Herscheid informierten sich über das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Internet.

HERSCHEID - Digitale Medien gehören heute zu unserem Alltag. Ein Leben ohne Handy, Tablet, Computer und Internet ist für viele Kinder und Jugendliche kaum vorstellbar. Daher ist es auch für Eltern wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Im Rahmen eines Elternabends der Klassen drei und vier der Grundschule Herscheid konnten sich die Eltern über dieses Thema informieren. Unter dem Motto „Die Elternrolle in Zeiten digitaler Medien“ sprach der Lüdenscheider Diplom- Pädagoge Gerhard Engmann über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen im Internet allgemein sowie in den sozialen Netzwerken. Unterstützt wurde er an diesem Abend von Andrea Henze und Evelin Schöffer vom Jugendamt des Märkischen Kreises. 

Da sich die technischen Voraussetzungen in den vergangenen zehn Jahren massiv verändert haben, ist es heutzutage für Kinder einfach, sich im Internet aufzuhalten. Wenn vor Jahren beim Gebrauch von Handys noch das größte Problem aus dem Versenden von SMS-Nachrichten bestand, sind heute das Handy und das Internet eins geworden. Fast von jedem Aufenthaltsort besteht die Möglichkeit, auf das Internet und die sozialen Medien zuzugreifen. Das Internet ist somit allgegenwärtig. 

Welche Apps von den Jugendlichen im Alter von elf bis 17 Jahren am meisten genutzt wird, zeigte Gerhard Engmann anhand einer Zusammenstellung von „Jugend-Internet-Monitor 2017 Österreich“. Demnach nutzen 93 Prozent WhatsApp, 90 Prozent YouTube, 68 Prozent Instagram, 65 Prozent Snapchat, 48 Prozent Facebook und 26 Prozent Musical.LY. Diese Zusammenfassung ist vergleichbar mit dem Verhalten der Jugendlichen in Deutschland. Während die Eltern fast alle „google“ als Suchmaschine im Internet nutzen, ist bei den Jugendlichen „YouTube“ die angesagteste Suchmaschine. 

Für welche Themen sich Kinder besonders interessieren, erläuterte Engmann anhand der KIM-Studie 2016, die vom Medienpädagogischen Forschungsbund Südwest erstellt wurde. KIM steht hier für „Kindheit, Internet, Medien“. Demnach steht für die Kinder das Thema Freunde und Freundschaft an erster Stelle. Auch bei den liebsten Freizeitbeschäftigungen stehen bei Jungen und Mädchen gleichermaßen Freunde treffen und draußen spielen an erster Stelle. 

Auch auf die Gefahren der sozialen Netzwerke ging der Diplom-Pädagoge ein: Sei es durch Veröffentlichen von Bildern, das Recht am eigenen Bild und auch die Tatsache, dass man nicht alles glauben darf, was in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wird. Für weitere Informationen empfahl Gerhard Engmann am Ende des zweistündigen Vortrages die Internetseiten handysector.de, klicksafe.de sowie schauhin. info. Dort finden Eltern weitere Information.

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