Schädlingsbekämpfer gibt Tipps

Mäuse-Plage im MK: So werden Sie die Schädlinge los

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Herscheid – Sie sehen oftmals niedlich aus, doch sind sie einmal im Haus, dann können sie nicht nur beachtliche Schäden anrichten, sondern auch Krankheiten übertragen. Die Rede ist von Mäusen, die aktuell in Herscheid zu einer Plage werden könnten.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Frank Dulinski. Der Marktleiter arbeitet bereits seit über 30 Jahren für die Raiffeisen-Südwestfalen (und ihre unternehmerischen Vorläufer). Die Nachfrage nach Mäusefallen und Giftködern sei so groß wie noch nie, meint Dulinski. 

Seit den Sommerferien kommen erstaunlich viele Kunden in den Herscheider Markt und decken sich insbesondere mit Mäusefallen ein. Dabei seien nicht nur die klassischen Holzfallen, sondern insbesondere die Plastikmodelle, die natürliche Duftstoffen beinhalten, gefragt. Marktübergreifend sei der Absatz derart groß gewesen, dass Lieferengpässe auftraten. Diese seien inzwischen behoben, betont Dulinski; dennoch war das Regal mit Mäusefallen auch gestern Vormittag spürbar geleert. 

Das Regal mit den modernen Mäusefallen mit Duftstollen ist fast leer. Frank Dulinski, Leiter des Raiffeisen-Marktes, stellt in diesem Jahr eine enorm gestiegene Nachfrage fest.

Manch ein Herscheider berichtet im Markt, bis zu 40 Mäuse pro Woche gefangen zu haben. Viele Kunden greifen beherzt zu und schauen nicht aufs Geld, um sich mit Ködern und Fallen eindecken zu können. Wer dabei auf herkömmliche Holzfallen setzt, für den hat Dulinski einen Tipp: „Nutella wirkt bei Mäusen am besten.“ 

Nuss-Nougatcreme kommt bei Robert Zydek natürlich nicht zum Einsatz. Der Schädlingsbekämpfer aus Nachrodt-Wiblingwerde, zu dessen Servicegebiet die Ebbegemeinde zählt, spricht ebenfalls von einem „exorbitanten Anstieg“ an Mäusebekämpfungen. „So viel zu tun wie jetzt hatten wir noch nie“, sagt der Experte. 

Als ausgebildeter Schädlingsbekämpfer darf er auch weiterhin Giftstoffe mit hohem Wirkstoffanteil einsetzen. Giftköder, die im Handel erhältlich sind – so verlangt es eine recht junge Verordnung der Bundesregierung – sind hingegen nicht mehr so effektiv wie früher. Dies dürfte eine der Ursachen für die weite Verbreitung der Mäuse sein, schätzt Zydek. Weitere Gründe seien der trockene Sommer und die Nahrungsüberversorgung für Nager. 

Die Situation werde sich in den kommenden Wochen, wenn die Heizperiode beginnt, noch weiter verschärfen, weiß der Schädlingsexperte. Um einem Befall mit Mäusen vorzubeugen, rät er dazu, Lebensmittel oder Tierfutter immer gut zu verschließen, Abfälle nicht offen liegen zu lassen oder über die Kanalisation zu entsorgen. „Häufig werden die Tiere auch durch Futterstellen für Vögel angelockt“, rät der Experte dazu, auch dabei auf Schadnager zu achten.

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