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Wies’n das möglich? Zaubershow zum Oktoberfest begeistert

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Von: Nina Scholle

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Das „Ausgetrickst“-Trio – bestehend aus Harry Weber, Arnd Clever und Thorsten Rosenthal – begeisterte im Jagdhaus Weber mit ganz unterschiedlichen Zaubertricks und musikalischen Beiträgen.
Das „Ausgetrickst“-Trio – bestehend aus Harry Weber, Arnd Clever und Thorsten Rosenthal – begeisterte im Jagdhaus Weber mit ganz unterschiedlichen Zaubertricks und musikalischen Beiträgen. © Nina Scholle

Macht ein Zauberer seine Sache gut, fasziniert er sein Publikum nicht nur, sondern lässt es zudem mit der Frage zurück: „Wie hat er das nur gemacht?“ oder auch: „Wies’n das möglich?“

Herscheid – Zu genau diesem Motto und angelehnt an das Oktoberfest lud das „Ausgetrickst“-Trio bestehend aus Arnd Clever, Thorsten Rosenthal und Harry Weber am Freitag ins Jagdhaus Weber zum Zauberabend ein.

Nach zweijähriger Coronapause war es erst der zweite Auftritt – eine Woche zuvor hatte es bereits eine gleiche Show an selber Stelle gegeben. Doch von Routineverlust und Lampenfieber keine Spur: Die drei Zauberer überzeugten auf ganzer Linie und boten dem begeisterten Publikum einen ebenso unterhaltsamen wie kurzweiligen Abend, der abgerundet wurde durch den Gesangsbeitrag von Michelle Flöper („Lieblingsmensch“ und „Je ne parle pas français“) sowie das harmonische Zitterspiel von Klaus Meier.

Michelle Flöper sang zwei Lieder für die Gäste.
Michelle Flöper sang zwei Lieder für die Gäste. © Nina Scholle

Den Auftakt machte Thorsten Rosenthal mit der „Amazing-Forschung“, bei der er zwar kein weißes Kaninchen aus dem Hut zauberte, aber ein solches in einen Wolpertinger zu verwandeln gedachte. Dabei nutzte Rosenthal klassische Zaubertricks, wie die zersägte Jungfrau und das spurlose Verschwinden von Dingen, flocht diese aber gekonnt in seine Erzählung um „Rocky“, so der Name des zu verwandelnden Wesens, ein.

Eine aus dem Publikum auf die Bühne geholte Dame konnte kaum glauben, dass sich der eindeutig als Teelöffel ertastete Gegenstand in einer Kiste als Suppenkelle erwies und der Schwamm als Stein. Wenn man mit solch einem ‚Schwamm’ in Schalksmühle seine Autos wasche, erkläre das, warum es dort so viele Reparaturwerkstätten gebe, so Rosenthal spöttisch.

Mit einem „hochmodernen Gedankentransmitter“ gelang es Harry Weber eine zuvor ebenfalls von einer Dame aus dem Publikum gezogenen Karte zwischen zwei Plexiglasscheiben erscheinen zu lassen. Anschließend sorgte er mit seiner wundersamen Flaschenvermehrung für Verblüffung.

Arnd Clever zauberte aus 10 Euro einen 50er.
Arnd Clever zauberte aus 10 Euro einen 50er. © Nina Scholle

Ob bei der „Instantwaschmaschine“ oder dem farbenwechselnden Tuch: Was bei Arnd Clever zunächst leicht durchschaubar schien, entpuppte sich schlussendlich als ganz anders als gedacht und war dadurch umso wirkungsvoller. Ebenso wie der 10-Euro-Schein, aus dem Clever durch ein paar Faltungen einen 50er zauberte und ihn anschließend wieder in seinen Ursprungswert brachte – sehr zum Bedauern der Person, die ihm den Schein vorübergehend zur Verfügung gestellt hatte.

Nicht nur in ihren Solonummern wussten Clever, Rosenthal und Weber zu überzeugen, auch als Team harmonierten sie einwandfrei und brauchten dafür mitunter noch nicht einmal ein Wort zu sagen, wie bei dem pantomimisch dargebotenen Urinal-Sketch, bei dem die Zauberkomponente in den Hintergrund rückte, so urkomisch war die Darbietung. Ähnliches galt für ein Glöckchenspiel kurz vor der Pause. Die Glöckchen wurden zwar herbeigezaubert, doch war es das anschließende Spiel („Hänschen klein“ und „Freude schöner Götterfunken“), das das Publikum begeisterte.

„Wie hat er das nur gemacht?“ oder auch „Wies’n das möglich?“, fragten sich einige der Gäste am Freitag.
„Wie hat er das nur gemacht?“ oder auch „Wies’n das möglich?“, fragten sich einige der Gäste am Freitag. © Nina Scholle

Den stimmungsvollen Höhepunkt des Zauberabends setzte das Ausgetrickst-Trio als „die sechs lustigen Drei“. Zu zünftiger Oktoberfestmusik tanzten sie durch die Publikumsreihen, führten fast nebenbei einen Trick mit verketteten Ringen auf und bliesen Konfetti ins jubelnde Publikum.

Zum Abschluss gaben alle fünf am Abend beteiligten Künstler noch ein gemeinsames Spiel zum Besten: Während Meier seinem Instrument treu blieb, ließen die anderen vier die Glöckchen erneut erklingen und intonierten „Muss i denn zum Städtele hinaus“, wofür sie am Ende noch einmal viel Beifall ernteten.

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