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Wieder mit Volldampf unterwegs: Sauerländer Kleinbahn startet in die neue Saison

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Von: Dirk Grein

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Die Dampflokomotive Spreewald zieht den Museumszug wieder durch das Elsetal.
Die Dampflokomotive Spreewald zieht den Museumszug wieder durch das Elsetal. © Rein

Verzögerungen bei der Materiallieferung haben die Arbeiten am Bahnhof Hüinghausen verzögert. Die Saisoneröffnung stand zwischenzeitlich auf der Kippe. Entsprechend groß ist die Erleichterung bei den Museumsbahnern, dass sie am Sonntag, 1. Mai, doch wie geplant zu den ersten Fahrten 2022 einladen können.

Herscheid - „Die Arbeiten an den Gleisen sind rechtzeitig fertig geworden“, erzählt Vereinsvorsitzender Udo Feldhaus. Zwischen 11 und 17 Uhr pendelt der Museumszug am 1. Mai durch das Elsetal. Angetrieben wird er von der Dampflok Spreewald.

Bahnhofs-Café, Biergarten und Andenkenladen werden geöffnet. „Es ist fast alles so wie früher“, sagt Udo Feldhaus. Mit früher ist die Zeit vor der Pandemie gemeint, die für die MME viele Einschränkungen mit sich gebracht hat. Diese sind nahezu alle aufgehoben, mit einer Ausnahme: Der Verein bittet die Besucher darum, während der Zugfahrt eine Maske zu tragen – freiwillig und nicht verpflichtend.

Dass die Museumsbahner in der Winterpause nicht untätig gewesen sind, davon können sich die Besucher vor Ort überzeugen. Fortschritte sind beispielsweise bei einem Langzeitprojekt zu erkennen, für das der Verein kürzlich eine Auszeichnung erhalten hat: die Aufarbeitung des Personenwagens KAE 33.

Präsentieren stolz den erhalten Dieter-Junker-Preis vor dem Personenwagen der KAE 33, der zurzeit im Bahnhof Hüinghausen aufbereitet wird: Ute Bruhn, Kassenführerin der Märkischen Museumseisenbahn, und Vereinsvorsitzender Udo Feldhaus.
Präsentieren stolz den erhalten Dieter-Junker-Preis vor dem Personenwagen der KAE 33, der zurzeit im Bahnhof Hüinghausen aufbereitet wird: Ute Bruhn, Kassenführerin der Märkischen Museumseisenbahn, und Vereinsvorsitzender Udo Feldhaus. © Dirk Grein

Dieses „verkehrshistorische Kulturgut“, das einst in Diensten der Kreis-Altenaer-Eisenbahn stand, hatte die Märkische Museums-Eisenbahn Anfang 1995 von der Inselbahn Langeoog übernommen und somit vor der Verschrottung bewahrt. Ziel ist es, das typische regionalspezifische Aussehen des Fahrzeugs wieder herzustellen, dafür ist allerdings eine aufwendige Rekonstruktion des Aufbaus erforderlich. Mangels Anschubfinanzierung war dieses Projekt lange nicht angegangen worden.

Genau das ändert sich jetzt: In der Werkstatt in Hüinghausen hat die betriebsfähige Aufarbeitung inzwischen begonnen. Bis zum Jubiläumswochenende Ende Juli möchte der Verein das Fahrwerk in einen vorzeigbaren Zustand versetzen und dieses ausstellen.

Dieses Engagement würdigt die Stiftung Deutsche Eisenbahn mit der Vergabe des Dieter-Junker-Preises: Dieser bringt der MME 4 000 Euro in die Vereinskassen

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