Gutes Beispiel für Bauweise

Wever-Haus wird in Denkmalliste eingetragen

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Das Weverhaus an der Herscheider Straße soll jetzt unter Denkmalschutz gestellt werden. Das Haus wurde um 1740 erbaut und war das Elternhaus des bekannten Malers Heinz Wever:

Herscheid - Das Wever-Haus an der Plettenberger Straße in Herscheid hat eine lange Geschichte hinter sich: es wurde um 1740 erbaut. Nun soll es in die Denkmalliste eingetragen werden.

Das Haus ist für die Ortsgeschichte wichtig. Es ist gut erhalten und ein wertvolles Beispiel für die damalige Bauweise“, erklärte Lothar Weber von der Bauverwaltung im Planungs-, Bau- und Umweltauschuss, sodass man sich einig war, das Gebäude - sowohl das Innere als auch das Äußere - in die Denkmalliste der Gemeinde einzutragen. Im Gutachten der LWLDenkmalpflege, Landschaftsund Baukultur in Westfalen, Münster heißt es, dass es sich um eines der großen, seit dem 18. Jahrhundert den Ortskern prägendes Gebäude handelt. Zuletzt wohnte der Maler Heinz Wever mit seiner Familie dort.

Es handelt sich um sein Elternhaus. Viele Herscheider dürften jedoch auch schon im Musikzimmer des Hauses von Hanne Wever, der Frau von Heinz Wever, im Flötespielen unterrichtet worden sein Das Gebäude, das heute zwischen der Plettenberger Stra- ße und der Kirche steht, lag beim Bau allerdings noch anders. 

Dies liegt daran, dass die Straße im 19. Jahrhundert noch anders verlief, dann begradigt wurde und nun auf der Südseite des Hauses verläuft. Unter Denkmalschutz gestellt ist das Haus, sobald die untere Denkmalbehörde der Gemeinde den Bescheid dazu erlässt. 

Die Eigentümer des Hauses wurden zudem informiert und angehört. Da es für das Haus, wie im Ausschuss deutlich wurde, einen Kaufinteressenten gibt, kam auf Seiten der UWG in der Sitzung die Frage auf, ob es die Gemeinde Geld koste, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen und wenn der Eigentümer Baumaßnahmen vornehme, inwieweit diese überwacht würden. 

Grundsätzlich sei der Eigentümer selbst für die Kosten baulicher Maßnahmen zuständig. Zudem stünden für die kleinere Denkmalpflege etwa 4000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Wenn der Eigentümer das Denkmal jedoch selbst nicht erhalten könne, sei die Übernahmepflicht der Gemeinde gesetzlich geregelt, erklärt Lothar Weber. Der Eigentümer kann jedoch auch nicht einfach am Haus bauen.

Dieser muss bei der unteren Denkmalbehörde um Erlaubnis fragen, bezüglich baulicher Maßnahmen. Der Märkische Kreis als Bauaufsichtbehörde habe dann die Aufgabe, die Arbeiten zu überwachen beziehungsweise müsse eine abschließende Besichtigung durchgeführt werden. 

Insgesamt gibt es in Herscheid übrigens - das Weverhaus noch nicht mitgezählt - 18 Objekte, die unter Denkmalschutz stehen. Eines davon ist sogar beweglich, die Museumseisenbahn in Hü- inghausen. vee

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