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Weniger Teilnehmer: Leidet die Blutspende unter Sperrung der Schützenhalle?

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Von: Dirk Grein

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Die Herscheider Gemeinschaftshalle am Freitagnachmittag: Der Anbau samt Vordach sind bereits erkennbar. Zudem erhält das Dach eine neue Dämmung.
Die Herscheider Gemeinschaftshalle am Freitagnachmittag: Der Anbau samt Vordach sind bereits erkennbar. Zudem erhält das Dach eine neue Dämmung. © Dirk Grein

Mittwochabend der Leader-Auftakt, Samstag Chorkonzert des MGV Rärin und zwischendrin die Blutspende des DRK: Die Aula des Bildungszentrums Rahlenberg beweist in diesen Tagen ihre vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten.

Herscheid - Die moderne und helle Ausgestaltung wird allseits gelobt. Jedoch ergeben sich an manchen Stellen auch organisatorische Probleme – das zumindest erzählen die Helfer der Blutspende.

Eben weil die Aula so rege genutzt wird, war ein Aufbau am Vorabend der Spende diesmal nicht möglich. Die DRK-Mitglieder konnten daher erst am Donnerstag Tische, Stühle und Ausrüstung aufstellen. Zu diesem Zeitpunkt waren nur wenige Helfer verfügbar, sodass die Arbeit an einigen wenigen Rotkreuzlern hängenblieb.

Verspätung durch die Sperrung der A45-Brücke

Erschwerend kam an diesem Nachmittag hinzu, dass Probleme beim DRK-Blutspendedienst West auftraten. Zum einen war das Team aufgrund von Krankheitsausfällen arg dezimiert. Zum anderen hatte sich die Anreise aus Hagen auch wegen der gesperrten A 45-Brücke verzögert, sodass die hauptamtlichen Helfer in arge Zeitprobleme kamen. Davon bekamen die Blutspender, deren Lebenssaft ab 16 Uhr abgezapft wurde, nichts mit.

Eine andere Veränderung fällt hingegen bereits seit einigen DRK-Terminen auf: So wird seit geraumer Zeit auf den gemütlichen Ausklang bei den Blutspenden verzichtet. Anfangs lag dies noch in den Corona-Schutzmaßnahmen begründet. Daher teilten die Helfer des DRK Herscheid bereits bei den letzten Spenden in der Schützenhalle Verpflegungstüten aus.

Frisches Blut für das Helferteam des DRK Herscheid: Jessica Paulsen (rechts) und Christian Schaumann (links) halfen erstmals bei der Durchführung einer Blutspende.
Frisches Blut für das Helferteam des DRK Herscheid: Jessica Paulsen (rechts) und Christian Schaumann (links) halfen erstmals bei der Durchführung einer Blutspende. © Dirk Grein

Seit die Halle wegen der umfangreichen Sanierung nicht mehr nutzbar ist, finden die Blutspenden in der Schulaula statt. Dort ist eine Bewirtung der Besucher wegen räumlicher Überschneidungen schwierig: Zwar gibt es eine Mensa, doch diese wird mittags für ihre eigentliche Bestimmung – die Versorgung der Schüler – genutzt. Die DRK-Helfer haben daher an dieser Stelle keine Möglichkeit, frühzeitig mit dem Schmieren von Brötchen und dem Kaffeekochen zu beginnen. Geplant wird stets mit etwa 180 Besuchern, auch wenn diese Zahl zuletzt bei den Terminen in Herscheid nicht mehr erreicht wurde.

Wie die Herscheider Blutspendebeauftragte Bianca Langenbach am Donnerstag betonte, sei man generell glücklich, die Aula nutzen zu können. Langfristig wolle man jedoch in die Schützenhalle zurückkehren. Den spürbaren Rückgang der Spenderzahlen wollte sie nicht allein auf den geänderten Standort zurückführen, sondern verwies auf andere Faktoren (unter anderem Corona). Dennoch wisse sie aus Gesprächen mit Stammgästen, dass diese das Beisammensein bei den Spenden und das Parken direkt an der Halle sehr schätzen.

Das sorgt für Erstaunen: Kondome in der Tüte

„Vielleicht kann die Blutspende im nächsten September ja schon in der dann renovierten Schützenhalle stattfinden“, hofft der Schützen-Vorsitzende Volker Halbhuber, der sich am Donnerstag anzapfen ließ, auf ein zügiges Fortschreiten der Arbeiten. Zunächst bleibt es allerdings bei den Spenden in der Aula und den Verpflegungstüten. Diese sorgten am Donnerstag bei Besuchern und Helfern für Erstaunen: Eine Krankenkasse hatte Kondome zur Verfügung gestellt, die an die Spender verteilt wurden. „Das hatten wir auch noch nie“, schmunzelte Bianca Langenbach.

Ergebnis und Termin

Nach Auskunft des DRK Herscheid kamen am Donnerstag insgesamt 131 Blutspender in die Aula am Rahlenberg. Der Großteil (116 Personen) waren Mehrfachspender. Hinzu kamen ein Erstspender sowie 14 Rückstellungen. Jubilarspender wurden diesmal seitens des DRK nicht genannt. Der Termin für die letzte Herscheider Blutspende in diesem Jahr steht indes bereits fest: Zwei Tage vor Heiligabend wird am 22. Dezember erneut zum Aderlass zum Rahlenberg eingeladen.

Auch Herscheids Schützen-Vorsitzender Volker Halbhuber ließ sich in der Aula am Rahlenberg „anzapfen“.
Auch Herscheids Schützen-Vorsitzender Volker Halbhuber ließ sich in der Aula am Rahlenberg „anzapfen“. © Dirk Grein

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