Piotr Nogal genießt Sauerländer Berge 

Weltenbummler erlebt 55 Länder - mit dem Mountainbike

+
Die herrliche Aussicht auf Wiesen, Wälder, Berge und Täler gefiel dem Weltenbummler.

Herscheid – Auf dem Weg von Island nach Madagaskar legte ein Weltenbummler im beschaulichen Herscheid einen Zwischenstopp ein: Piotr Nogal hat in den vergangenen Jahren 55 Länder bereist – darunter Japan, Thailand, Nepal, Kanada, Transsilvanien und die USA.

Aber er war nicht etwa mit dem Auto oder dem Zug unterwegs. Nein, seine Touren bewältigt Nogal allein mit Muskelkraft auf seinem Mountainbike, das den Namen Shui trägt. 

Der 36-Jährige lebt in Wien und verdient im Sommer seinen Lebensunterhalt als Guide bei einem Veranstalter für Alpenüberquerungen mit dem Mountainbike. Eine solche Fahrt hatte im Jahr 2015 auch der Herscheider Carsten Engel mit einer Gruppe gebucht. 

Auf dieser Tour lernten sich Engel und Nogal kennen und die beiden hielten den Kontakt über die vergangenen Jahre aufrecht. Nach einer Islandreise besuchte der Weltenbummler nun seinen Bekannten im Sauerland: Mit der Fähre reiste der Mountainbiker nach Hirtshals in Dänemark. Von dort aus ging es mit dem Fahrrad über Hamburg in Richtung Herscheid. 

Unterwegs überkamen ihn jedoch Zweifel: Aus Bielefeld meldete sich Piotr Nogal mit der Frage, ob die Landschaft wohl noch schöner würde oder ob es weiterhin nur Felder zu sehen gäbe. Falls die Landschaft so langweilig bliebe, wie sie von Dänemark bis Bielefeld war, würde er lieber den Zug bis Lüdenscheid nehmen. 

Carsten Engel berichtete ihm, dass sich die Landschaft ungefähr ab Soest wieder positiv verändern würde. Dann würde die Strecke wieder abwechslungsreicher und schön. Ab dem Arnsberger Wald würden ihn auch wieder Berge erwarten. So war es dann auch und Piotr Nogal begrüßte Engel bei der Ankunft in Herscheid mit den Worten: „Landschaftlich war es ab Soest ein Zauber für die Augen. Ich war erfreut, endlich wieder mal bergauf trampeln zu dürfen.“ 

Nach unzähligen Kilometern, auf denen es nur Felder zu sehen gab, war das eine willkommene Abwechslung. Ein Wochenende verbrachte der Weltenbummler in Herscheid. Hier machte Nogal eine kurze Pause und setzte gemeinsam mit Carsten Engel das Fahrrad wieder instand. 

Sie wechselten unter anderem das Tretlager und das Schaltwerk aus. Kein Wunder: Mit dem Rad hat Nogal mittlerweile 75 000 Kilometer gefahren. Das Fahrrad alleine wiegt 18 Kilogramm. Phasenweise, je nachdem wie viel Gepäck und Proviant mit muss, betrug das Gesamtgewicht 65 Kilo. 

Bestens ausgerüstet setzte der Wahl-Wiener seine Reise über Köln nach Paris fort. Von dort aus geht es mit dem Flugzeug weiter nach Madagaskar und anschließend für einen Monat nach La Réunion, der Insel der Zusammenkunft, die zwischen Mauritius und Madagaskar liegt. 

Und wer weiß – vielleicht verläuft Piotr Nogals Weg irgendwann einmal erneut durch das Sauerland.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare