Wann das Freibad öffnet, hängt vom weiteren Verlauf der Coronakrise ab

Die Badehose bleibt vorerst trocken

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Das Schwimmerbecken in seiner jetzigen Form steht vor seiner allerletzten Saison. Im Herbst soll die dringend notwendige Sanierung beginnen.

Herscheid – Die Sonne spiegelt sich im Edelstahlbecken, das Wasser im Nichtschwimmerbereich wirkt einladend klar, dürfte aber noch zu kalt sein für einen Badegang. Die Vorbereitungen auf die neue Saison haben bereits begonnen. Doch die bange Frage lautet: Wann kann das Freibad geöffnet werden?

Spielen die Temperaturen mit, dann gilt Anfang Mai als jährliches Zieldatum. Doch kann dieses auch in Zeiten der Coronakrise erreicht werden? Ob eine Freibadöffnung in einem Monat erlaubt wird, darf zum jetzigen Zeitpunkt bezweifelt werden. 

Aktuell gilt ein Erlass der NRW-Landesregierung, der den Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern untersagt. Ob nun am Babybecken, am Kiosk, im Kassenbereich, in den größeren Becken oder auf den Liegewiesen: Das Freibad bringt Menschen zusammen, gilt als beliebter Treffpunkt. Und genau das ist nicht in Einklang zu bringen mit dem geltenden Kontaktverbot. 

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Die Schließung gilt seit Mitte März und zunächst bis zum 19. April (parallel zur Regelung in Kindergärten und Schulen). Danach will die Landesregierung auf der Grundlage einer aktuellen Lage-Einschätzung des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entscheiden. 

Ungeachtet dieser Ausgangslage hat der Frühjahrsputz im Herscheider Freibad dennoch bereits begonnen, wie Bauamtsleiter Lothar Weber erzählt: „Wir bereiten das Freibad so vor, dass es im Mai geöffnet werden könnte.“ Sobald keine Verbote mehr greifen, soll das Bad für die Öffentlichkeit nutzbar sein. 

Daher widmen sich Gunnar Preibusch, Meister für Bäderbetriebe, und Schwimmmeister Reiner Wittkamp seit einigen Tagen den üblichen Aufgaben einer Vorsaison, zu denen die Säuberung der Becken und das Stopfen der Risse im Schwimmerbecken gehören. Auch der Wartungsdienst für Filter- und Chloranlage sind bereits bestellt. 

Der Frühjahrsputz hat bereits begonnen. Das Freibad wird so hergerichtet, dass es im Mai geöffnet werden könnte. Der Saisonbeginn hängt vom Verlauf der Coronakrise ab.

„Alles geht also seinen gewohnten Gang“, sagt Weber und nennt doch zugleich eine Besonderheit: Im Bereich des alten GFK-Beckens (glasfaserverstärkter Kunststoff) sind Proben entnommen worden, um den Ist-Zustand des Bodens zu ermitteln. Das Schwimmerbecken mit dem angegliederten Sprungturmbereich soll bekanntlich im Herbst zurückgebaut und im Anschluss durch einen Neubau aus Edelstahl ersetzt werden. Damit soll nicht nur die Attraktivität des Bades gesteigert, sondern auch die zunehmenden Wasserverluste unterbunden werden. 

Fest steht somit, dass die Freibadsaison keine Überlänge haben wird, um den Ablauf der Arbeiten nicht unnötig durcheinander zu bringen. Spätestens im September können keine Bahnen mehr gezogen werden.

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