Sonnensegel aus Kostengründen unrealistisch

Weitere Spielgeräte für die Dorfwiesen

Aktuell bieten die Dorfwiesen in erster Linie Spielespaß für Kinder und Jugendliche. Das will der Marketingverein ändern und auch ein Angebot für Erwachsene schaffen.

HERSCHEID - Wohin nur mit dem Geld? Eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Diese Erfahrung macht zumindest aktuell Carsten Engel in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Marketingvereins.

Dieser trägt seit geraumer Zeit eine erfreuliche „Altlast“ mit sich herum: Die Gruppe der Herscheider Händler hatte vor einigen Jahren recht erfolgreich Halloweenfeten im Dorf ausgetragen. Diese wurden aus organisatorischen Gründen zwar eingestellt; der erwirtschaftete Überschuss ist bis heute in der Kasse des Marketingvereins verblieben. 

In den Vorstandsreihen besteht Einigkeit darüber, dass das Geld der Herscheider Bevölkerung zugute kommen soll – und zwar durch eine weitere Aufwertung der Dorfwiesen. Carsten Engel nahm sich der Aufgabe an, holte Angebote ein und vereinbarte einen ersten Termin mit einem Spiel- und Sportgeräteausrüster vor Ort. „Unser Ziel ist es, Geräte aufzustellen, die sowohl von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen genutzt werden können“, erzählt Engel. 

Bei der nächsten Vorstandssitzung des Marketingvereins will er die Ergebnisse seiner bisherigen Suche präsentieren. Nach Möglichkeit soll dabei eine Auswahl getroffen werden. Da je nach Gerät Lieferzeiten anfallen, dürfte sich das Aufstellen vermutlich auf das nächste Frühjahr verschieben, schätzt Engel. 

Die Anschaffung war auch Thema im Planungsausschuss: In der Einwohnerfragestunde hatte Caro Vedder den Wunsch vieler Mütter vorgetragen, ein Sonnensegel im Spielplatzbereich anbringen zu lassen, um den Kleinkindern einen fehlenden Sonnenschutz zu ermöglichen. „Das ist nicht finanzierbar“, erklärte Bürgermeister Uwe Schmalenbach. 

Üblicherweise seien Sonnensegel für abgeschlossene Bereiche wie beispielsweise in Kindergärten gedacht. In öffentlichen Bereichen sei eine solche Installation mit einer wesentlich aufwendigeren Installation verbunden, schon allein wegen der Sicherung vor Stürmen. Die Kosten für ein Sonnensegel in den Dorfwiesen würden bei rund 15 000 Euro liegen – diese Summe würde den finanziellen Rahmen des Marketingvereins sprengen, erteilte der Bürgermeister der Anfrage eine Absage.

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